Land und WK wollen Investitionspakt zur Belebung der Wirtschaft

LH Platter, WK-Präsident Bodenseer und Wirtschaftslandesrätin Zoller-Frischauf setzen sich bei Bundeskanzler Kern und Vizekanzler Mitterlehner für einen Investitionspakt für Österreichs Wirtschaft ein.

Bei den jährlichen “Spartengesprächen” zwischen der Tiroler Landesregierung und der Wirtschaftskammer Tirol hat sich die anhaltende Investitionsschwäche als eines der zentralen Problemfelder herauskristallisiert. „Vor diesem Hintergrund haben Landeshauptmann Günther Platter, Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und ich nun in einem gemeinsamen Brief an Bundeskanzler Christian Kern und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, die Schaffung eines Investitionspaktes zur Stärkung der heimischen Wirtschaft angeregt“, erklärt WK-Präsident Jürgen Bodenseer.

Investitionsquote sinkt seit über zehn Jahren

„Die Investitionsschwäche der österreichischen Wirtschaft ist kein rein konjunkturelles Phänomen. Die Netto-lnvestitionsquote in Österreich sinkt bereits seit über zehn Jahren. Dieser Rückgang reduziert den Kapitalstock und damit die Basis eines zukünftigen qualitativen und quantitativen Wirtschaftswachstums, das die Basis für die Schaffung von Arbeitsplätzen und Einkommen für die Menschen in unserem Land darstellt“, stellt LH Günther Platter klar.

Einbruch bei der Nettoinvestitionsquote seit dem Jahr 2000

Die Nettoinvestitionsquote in Österreich sinkt seit 2000. Wirtschaftskammer und Land Tirol fordern Impulse für neue Investitionen. Grafik: WKT

Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf unterstreicht in diesem Zusammenhang, dass die Gestaltungsmöglichkeiten auf Ebene der Bundesländer im Investitionsbereich im Wesentlichen auf Instrumente der Investitionsförderung und auf vereinfachte Abläufe bei Genehmigungsverfahren beschränkt sind. Um die Investitionen zu beleben seien deshalb gezielte steuerliche Investitionsanreize auf Bundesebene erforderlich, so die Landesrätin.

Maßnahmenbündel für die Investitionsbelebung

Der von der Tiroler Landesregierung und der Wirtschaftskammer Tirol vorgeschlagene Investitionspakt soll folgende Maßnahmen umfassen:

  • Wiedereinführung eines (zumindest zeitlich befristeten) Investitionsfreibetrages oder einer Investitionszuwachsprämie in Höhe von 10 Prozent
  • Einführung einer temporären vorzeitigen Abschreibung
  • Einführung eines Beteiligungsfreibetrages für private Investoren in Höhe von 100.000 Euro
  • Erhöhung der Schwelle für sofortige Abschreibungen geringwertiger Wirtschaftsgüter von 400 Euro auf 1.500 Euro

„Die von der österreichischen Bundesregierung Ende Juni 2016 vorgestellten Maßnahmen zur Modernisierung der Gewerbeordnung, der Erleichterungen im gewerblichen Betriebsanlagenrecht und das Maßnahmenpaket für ‚Start-ups‘ werden von uns unterstützt. Aber wir sind der Auffassung, dass die zusätzlichen Maßnahmen, die wir vorschlagen, für eine dauerhafte lnvestitionsbelebung erforderlich sind. Deshalb bieten wir der Bunderegierung gerne unsere Mitarbeit bei der Realisierung dieser Vorhaben an“, halten LH Platter, LR Zoller-Frischauf und WK-Präsident Bodenseer abschließend unisono fest.

Investitionen sind die Achillesferse
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