All-time-high bei Unternehmensgründungen

Die aktuelle Gründerstatistik zeigt: Im ersten Halbjahr 2016 wurden 16.324 neue Unternehmen gegründet. Die Gründerwirtschaft sorgt damit für rund 39.000 neue Arbeitsplätze in Österreich.

„Ein tolles Ergebnis – und das in einer Zeit, in der gute Nachrichten leider Seltenheitswert haben“ sieht WKÖ-Präsident Christoph Leitl die Unternehmensgründungen für das erste Halbjahr 2016: Demnach wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres – ohne den Berufszweig der selbstständigen Personenbetreuer – 16.324 Unternehmen neu gegründet. Das entspricht 126 neuen Unternehmen pro Arbeitstag bzw. einem Plus von 5,8 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015.

Nachdem jedes neue Unternehmen durchschnittlich 2,4 Prozent Arbeitsplätze schafft, hat Österreichs Gründercommunity heuer bereits für rund 39.000 neue Jobs gesorgt. Erfreulich ist auch das Verhältnis zwischen Insolvenzen und Gründungen: „Auf jeden Sterbefall kommen sechs unternehmerische Geburten“, so Leitl. Die meisten Gründungen entfallen auf die Sparte Gewerbe und Handwerk (42,9 Prozent), gefolgt vom Handel (26,4 Prozent) sowie Information und Consulting (16,6 Prozent).

Start-up-Paket ist wichtiger Impuls

Die Regierung habe mit dem Anfang Juli beschlossenen Startup-Paket von 185 Millionen Euro einen wichtigen Impuls für die Startphase von innovativen neuen Unternehmen gesetzt, betont Leitl: „Die angekündigten Maßnahmen werden zu einem deutlichen Anschub führen.“

Allerdings benötigen klassische Gründungen genauso gezielte Impulse und Entlastungen wie innovative Startups. Ganz ohne budgetäre Mehrkosten wären zum Beispiel Vereinfachungen bei den Formpflichten möglich – etwa indem Notariatsbeglaubigungen bei Gründungen oder Geschäftsanteilsübertragung durch die elektronische Signatur ersetzt werden und Anträge auf Eintragung von Gesellschaftsgründungen und Änderungen – wie in anderen Ländern auch – elektronisch erfolgen können.

Mit der angedachten Einführung der Risikokapital-Prämie wird ein erster Schritt der Verbesserung im Venture Capital-Bereich unternommen. In einem weiteren Schritt sollte zur Forcierung von Business Angels-Investments und privaten Investments ein Beteiligungsfreibetrag in der Höhe von 100.000 Euro eingeführt werden, der gleichmäßig verteilt auf fünf Jahre geltend gemacht werden kann. Und auch die angekündigte Einrichtung einer Mittelstandsfinanzierungsgesellschaft müsse rasch realisiert werden.

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