Aberjung: Design mit Verantwortung

Industrie-, Grafikdesign und Visualisierung: Die kreativen Köpfe von Aberjung experimentieren nicht nur mit Formen und Farben, sondern schaffen einen Mehrwert.

Die Liebe zum Design – verbunden mit solidem Handwerk. In einem villenartig anmutenden, alte Gebäude in der Lienzer Alleestraße – das Haus erinnert ein wenig an die Villa Kunterbunt – werden Marken entwickelt und Ideen verkaufbar gemacht. Hier entstehen gut erzählte Geschichten. Doch am Ende zählt der Erfolg. „Ergebnisse sind alles”, betont das kreative Trio: die Inhaber Lukas Jungmann und Christoph Aschaber sowie Grafiker Lukas Nöckler. Und auch Agenturhund und Maskottchen Carlos gähnt zustimmend, ehe er sich wieder in seinem Korb zusammenrollt.

Von der Idee bis zur erfolgreichen Markteinführung stammt alles aus Kopf und Hand von Aberjung. Kennen gelernt haben sich Aschaber und Jungmann beim Studium in Graz – Industrial Design. „Schon während dieser Zeit haben wir immer gesagt, dass wir uns gemeinsam selbstständig machen”, erinnern sich die beiden. 2012 setzten sie diesen Plan um.

Tüfteln wie Daniel Düsentrieb

Der Lienzer und der Imster sehen sich als Tüftler – „wir sind mehr die Daniel Düsentriebs”, meint Aschaber. Wer eine Lösung für sein Problem sucht, oder bereits eine Lösung hat, die aber noch nicht verkaufbar ist – der ist bei Aberjung richtig. „Unsere Kunden sind Start-Ups, aber auch Unternehmen, die frischen Input brauchen.” Da die Designer branchenübergreifend kreativ sind, können sie die Erkenntnisse aus dem einen für den anderen Bereich nützen.

Die Schwerpunkte liegen auf Industriedesign (Produkte wie Hubschrauber, Kaffeemaschinen, Boote, Räder etc.), Grafidesign (Corporate Identity und Design) sowie auf Visualisierungen (Bauprojekte, Wettbewerbe, Architektur).

Mit vielen Skizzen zu klarer Formensprache

Die Liste der Kunden ist namhaft und lang. Und auch zahlreiche Designpreise sprechen für den Erfolg des jungen Unternehmens. „Formensprache heißt experimentieren”, weiß Aschaber. Und Jungmann ergänzt: „Es sind viele, viele Skizzen, die wir zeichnen.” Und so wird in einem langen, kreativen Prozess aus einem Turnschuh ein Auto, oder eine Raupe zu einem Tree-Hugger.

Ein Projekt, das die beiden schon seit langer Zeit begleitet, ist der leichteste Koaxial-Hubschrauber der Welt, den die deutsche „Rotorschmiede” baut. „Der Einsitzer, der 2017 auf den Markt kommt, wiegt nur 113 Kilogramm, das ist nicht mehr als eine Vespa”, erklärt Aschaber und holt diverse Bilder auf seinen PC-Schirm. „Vom Produkt bis zum Logo stammt das gesamte Erscheinungsbild des Projektes von uns.” In einem nächsten Schritt plant die Rotorschmiede die Entwicklung eines Zweisitzers.

Design mit Mehrwert

Aberjung sieht Design als Verantwortung. „Wir spielen nicht nur mit Formen, oder machen irgendwo Farbe drauf. Unser Design soll die Usability unterstützen und einen Mehrwert schaffen.” Und die Bandbreite ist groß: Vom Transport- über den Medizinbereich, Spielzeug, Kosmetika, Textil bis hin zu 3D-Druckern – um nur einige zu nennen. Lieblingsprojekt haben sie dennoch keines. „Am meisten Spaß macht es, wenn jemand mit einer richtig coolen Idee kommt.” Kreativen Input holen sich die drei beim Kicken auf der Straße – „auch wenn uns die Nachbarn manchmal verständnislos anschauen”, sagt Aschaber und lacht. „Wichtig ist nur: Nicht zu viele Kopfbälle”, meint Jungmann und grinst.

» Mehr zu diesem kreativen Osttiroler Unternehmen finden gibt’s auf der Homepage von Aberjung.

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Vom Produkt bis zum Logo stammt das gesamte Erscheinungsbild des Projektes aus der Hand von Aberjung. Foto: Aberjung

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Die Design-Bandbreite ist groß: Vom Transport- bis zum Sportbereich. Foto: Aberjung

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