Tax Freedom Day: Ein schwarzer Tag für den Standort Österreich

Bis zum 21. August – dem Tax Freedom Day –  arbeiten die Steuerzahler nur für den Finanzminister. „Wir müssen runter von dieser Rekord-Belastung“, fordert Tirols JW-Obmann Clemens Plank und fordert eine Kurswende durch umfassende Reformschritte.

In den späten 1970er Jahren war Ende Juni Schluss. Den Rest des Jahres arbeiteten und verdienten die Österreicher für sich selbst und nicht mehr für den Finanzminister. „Seitdem ist die Abgabenquote in unserem Land dramatisch gestiegen. Mit 49,5 Prozent haben wir zum Beispiel die zweithöchste Lohnnebenkostenquote aller OECD-Staaten und eine horrende Staatsverschuldung von 86 Prozent“, führt Clemens Plank, Obmann der Jungen Wirtschaft in Tirol, exemplarisch nur zwei der vielen Bremsklötze für den Standort Österreich an.

Die Politik muss ihre Reformschwäche im Interesse Österreichs überwinden. „Standort vor Parteipolitik“, fordert Plank. So hat der „New Deal“ der Bundesregierung für die Junge Wirtschaft vielversprechend begonnen, ist laut Plank aber „über die Startphase nicht hinausgekommen“. Für die jungen Unternehmen, die die Zukunft des Standortes sind, gibt es zwei zentrale Forderungen:

Lohnnebenkostenförderung für alle und Beteiligungsfreibetrag

Die Lohnnebenkostenförderung aus dem Start-Up Paket muss für alle Gründer gelten. „Wirklich exzellent wäre das Paket, wenn es für alle Gründer gelten würde, nicht nur für techbasierte Start-Ups. Dann hätte etwa auch ein Grafiker oder ein neuer Friseurladen, die sich unter Umständen keinen Mitarbeiter leisten können, die Chance, drei Jahre mit der Unterstützung durch das Start-Up Paket zu wachsen“, unterstreicht Plank seine Forderung.

Beim Thema Finanzierung, eine Existenzfrage für junge Unternehmen, ist mit der Risikokapitalprämie zwar ein erster Schritt gelungen. Für Plank muss jetzt aber der zweite Schritt folgen: „Ich denke, auch in Österreich ist die Zeit schon längst reif für einen Beteiligungsfreibetrag. Etwa in der Höhe von 100.000 Euro pro Person auf fünf Jahre absetzbar. Und zwar nicht nur für technologieaffine Start-Ups, sondern auch für Handwerker oder den Tourismus.“

Der Tax Freedom Day am 21. August sollte ein deutliches Warnsignal sein, sagt Plank. „Im Grunde ist es ganz einfach: Wir brauchen einen gesunden und erfolgreichen Standort, sonst können wir unser Sozialsystem, unsere Pensionen und unsere Arbeitsplätze und Unternehmen auf Dauer nicht halten“, hält Plank abschließend fest.

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