Was wäre, wenn…

KOMMENTAR

Wenn die Wirtschaft läuft, ist alles in Ordnung. Wenn nicht, dann gehen die Probleme richtig los.

 

Auf “die Wirtschaft” wird gerne geschimpft. Was aber, wenn “die Wirtschaft” nicht mehr ordentlich funktioniert?

Klar: Es klingt einfach gut, gegen eine freie Wirtschaft, gegen flexiblere Arbeitszeiten, gegen Wachstum und gegen Einsparungen zu wettern. Wumms – Faust auf den Stammtisch, dazu ein grimmiges Gesicht und der Satz: “Mit mir nicht!”

Aber jetzt stellt euch bitte einmal vor, wenn das alles tatsächlich eintreten würde. Was, wenn die Wirtschaft nicht frei agieren könnte, sondern noch mehr gefesselt wird als derzeit? Dann schrumpfen vor lauter Bürokratie-Wahn die Betriebe, dann schrumpft der Wohlstand, dann schrumpfen die Jobs. Und was, wenn die Arbeitszeiten nicht so flexibel werden, wie es der Markt verlangt? Dann können Betriebe mit Auftragsschwankungen nicht mehr umgehen, die Auftraggeber suchen sich verlässlichere Produzenten … und wieder sind Jobs weg. Was, wenn die Wirtschaft nicht mehr in Maßen wächst? Woher sollen die Betriebe dann das Geld für die alljährlichen Lohnsteigerungen und die teurer werdenden Rohstoffe nehmen? Und was passiert wohl, wenn der Staat nicht endlich spart? Dann werden die Steuern noch weiter erhöht (worüber eure wackeren Bundespolitiker eh dauernd nachdenken) – und den Menschen bleibt noch weniger netto in der Geldtasche. Dann wird weniger konsumiert, die Betriebe verkaufen weniger … und auch das kostet Arbeitsplätze und Wohlstand und sozialen Frieden. Es hängt halt alles zusammen, wenn man nur ein bisschen darüber nachdenkt.

Deswegen rate ich zu großer Vorsicht, wenn es um platte Vorurteile und allzu einfache Rezepte geht. Wenn ihr was sagt, denkt es bitte einfach zu Ende. Und ich bin mir sicher: Wenn ihr es zu Ende denkt, dann kommen wir gemeinsam gut voran, meint

Der Rabe


Schreiben Sie dem Raben: der@rabe.co.at

Zum Archiv: www.rabe.co.at

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