Schultz plant Qualitätsoffensive am Spieljoch

Der Zillertaler Seilbahnunternehmer Heinz Schultz hat die Spieljochbahn gekauft. Mit zahlreichen Investitionsvorhaben setzt er auf eine neue Qualität im Tourismus.

Natürlich hat die Spieljochbahn für die Familie Schultz eine persönliche Note. „Unser Vater hat 1973 die Bahn als Direktor der Raiffeisenbank entwickelt und zum Leben erweckt“, erzählt Heinz Schultz, inzwischen selbst Österreichs größter Seilbahnunternehmer. „Wir haben viele gute Erinnerungen an damals!“

Inzwischen hat die einstige Vorzeigebahn im vorderen Zillertal schwierige Zeiten hinter sich: Die letzten beiden Jahre konnte der Betrieb wegen technischer Schwierigkeiten erst nach Weihnachten aufgenommen werden. Und während auf der einen Seite die Nächtigungen im Ort gestiegen sind, verlor die Spieljochbahn deutlich an Gästen. „Ein richtiges Alarmsignal ist aber, dass 79 Prozent der Fügener Gäste ins Auto steigen und nach Kaltenbach fahren.“ Kurzum: so wie sie heute dasteht, ist die Spieljochbahn für den Zillertaler Multiunternehmer nicht mehr existenzfähig.

Schultz plant viel Neues am Spieljoch

Mit Nostalgie allein lässt sich deshalb der Kauf der in die Jahre gekommenen Spieljochbahn durch die Schultz Gruppe nicht erklären. „Wir wollen das bestehende Skigebiet in Fügen zuerst optimieren, die Frequenz steigern und damit den Verkehr zwischen Fügen und Kaltenbach deutlich reduzieren – und das ist ganz und gar von der Qualität abhängig“, sagt Schultz mit einem Blick auf die Pläne für die neue Spieljochbahn.

In einem ersten Schritt werden zwei Gondelbahnen erneuert, Schultz baut eine neue Onkeljochbahn als 6er Sessellift, die Bergstation wird niedergerissen und gänzlich neu gebaut und es wird massiv in die Beschneiung investiert. Nachdem Gemeinde und der TVB Ende Juli der Übernahme zugestimmt haben, will Schultz in einem ersten Schritt 45 Millionen Euro investieren.

Über die nächsten Ausbaustufen hält sich Schultz noch etwas bedeckt („hängt alles von den Genehmigungen ab“). Wer Schultz kennt weiß aber, es könnte aber durchaus spektakulär werden.

 

Spieljochbahn: Zahlen, Daten, Fakten
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