Energiewende braucht den Ausbau der Wasserkraft

Die Aussagen des WWF zur Energiewende quittiert WK-Präsident Jürgen Bodenseer mit Kopfschütteln: „Damit Tirol die Energiewende bis 2050 schafft, benötigt es selbstverständlich beide Säulen: Die Steigerung der Energieeffizienz, aber auch den Ausbau der Wasserkraft.“

Derzeit beträgt der Energieeinsatz in Tirol rund 100.000 PJ (Petajoule). Davon stammen etwas weniger als 40.000 PJ aus erneuerbaren Energiequellen. „Wie die Fakten zeigen, ist allein die Zielsetzung bis 2050, den gesamten Energieeinsatz auf 50.000 PJ zu reduzieren, extrem herausfordernd und kaum machbar“, bringt Bodenseer Objektivität in die Diskussion.

Hinzu kommt, dass die Tiroler Bevölkerung bis zum Jahr 2050 von derzeit 724.000 auf rund 830.000 Menschen ansteigen wird. Das würde wiederum bedeuten, dass der Pro-Kopf-Verbrauch von derzeit rund 36.000 kWh auf rund 17.000 kWh zurückgehen müsste! Aber selbst wenn das gelingen sollte, bedarf es einer zusätzlichen deutlichen Steigerung des Einsatzes erneuerbarer Energien um zumindest 10.000 Petajoule.

„Es ist naiv zu glauben, dass man das allein mit Fotovoltaik und Biomasse schafft. Dem WWF geht es offensichtlich gar nicht darum die Energiewende zu unterstützen, sondern aus Tirol eine Art grünes Wunderland zu machen, in dem die Menschen und die Wirtschaft höchstens noch geduldet, aber nicht erwünscht sind“, mahnt Bodenseer zu einer menschenfreundlichen und realistischen Betrachtungsweise. „Die Energiewende ist einfach zu wichtig, um sie unseriösen Ökofantasien zu überlassen. Um die Wende zu schaffen, bedarf es einer Kraftanstrengung von Politik, Wirtschaft und der ganzen Gesellschaft gleichermaßen – und vor allem brauchen wir eine seriöse Diskussion und Maßnahmen!“

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