Lkw-Schadstoffe: Umrüstung ist das Zauberwort

LHStv. Ingrid Felipe will Schadstoffgrenzen für Lkw – zum Nachteil der Wirtschaft. Die Fakten zeigen aber: Allein durch die Lkw-Umrüstung werden in vier Jahren die Schadstoffgrenzen erreicht.

Fakt ist: Trotz gestiegener Fahrleistungen ist die Luftgüte in Tirol stabil. Diese erfreulichen Fakten veranlassten die Umweltschutz- und Verkehrslandesrätin zur Forderung von einheitlichen Schadstoffobergrenzen für Lkw. „Worauf LHStv. Felipe jedoch damit in Wahrheit abzielt, ist eine weitere Begrenzung des heimischen Wirtschaftsverkehrs“, klärt WK-Präsident Jürgen Bodenseer auf.

Fakt ist auch, dass der Anteil der NOx-Belastung von Monat zu Monat weniger dem Lkw-Verkehr angelastet werden darf und inzwischen auf 40 Prozent gesunken ist.

400 Lkw auf modernsten Euro-6-Stand gebracht

„Der internationale Güterfernverkehr betreibt fast nur noch Euro-6-Lkw und der regionale und lokale Verteiler- und Zustellverkehr ist in den vergangenen beiden Jahren massiv modernisiert worden“, erklärt Josef Ölhafen, Verkehrsexperte in der Wirtschaftskammer Tirol. Die Umrüstförderung des Landes ist dabei Impulsgeber der Investitionen. Mehr als 400 heimische Lkw konnten bisher auf den neuesten Euro-6-Standard umgerüstet werden.

Die Auswirkungen auf die Luftgüte in Tirol sind mehr als deutlich und werden von der Politik gerne unter den Tisch gekehrt. „Trotz aller medial verbreiteten Horror­szenarien werden wir schon in vier Jahren die Grenzwerte entlang der Inntal- und Brennerautobahn einhalten können“, so Präsident Bodenseer. Voraussetzung ist aber, dass die Geschwindigkeit bei der Umrüstung beibehalten wird.

Grenzwerte werden in vier Jahren erreicht

Eine Obergrenze für Schadstoffe aus dem Lkw-Bereich ist daher entbehrlich und das falsche Rezept – worauf auch die TU-Graz und das renommierte Institut „Oekoscience“ immer wieder hingewiesen haben. „Das ist ein grünes politisches Spiel, ohne ökologischen Nutzen und ohne die Auswirkungen auf die Wirtschaft zu bedenken“, erteilt Bodenseer den Plänen der Verkehrslandesrätin eine Absage.

Vielmehr sollte auch die Umrüstung von alten Pkw (Baujahr 1997 und älter) mit 1.000 Euro vom Land gefördert werden. Ein entsprechender Vorschlag von Dieter Unterberger, Obmann des Fahrzeughandels, kann jederzeit umgesetzt werden.

Langfristiger Umstieg auf die Schiene

Eine Umrüstung der anderen Art wird sich auch in ein paar Jahren bemerkbar machen. Der zunehmende Güterverkehr wird sich, wenn die Kapazitäten der Straßen erschöpft sind, immer mehr auf die Schienen verlagern. Und diese verlaufen bekanntlich ab 2026 unter dem Brenner hindurch. “Das Milliardenprojekt Brennenerbasistunnel ist eine zukunftsträchtige Pionierleistung Tirols und Österreichs, die auch positive Auswirkungen auf Luftgüte an der Transitroute und den Wirtschafts- und Tourismusstandort Tirol haben wird”, so Bodenseer.

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