Klartext, bitte!

KOMMENTAR

Grüne Prinzipien – bitte sehr. Aber ohne Nebelbomben.

Es sprach der Kfz-Meister zu seinem Gesellen: „Bau beim Opel neue Bremsbeläge ein und mach danach eine Probefahrt.“
Der Geselle fragte: „Ist das ein Befehl? Eine Weisung? Eine Klarstellung? Oder eine Bitte?“
„Mir egal, wie du es nennst, mach es einfach“, sagte der Meister und schrieb es der Sommerhitze zu, dass sein Mitarbeiter heute so komische Fragen stellte.

Beim Weisungs-Theater rund um die grüne Landesrätin Ingrid Felipe ist es im Grunde genau dasselbe: Sie hat als Chefin ihren Beamten gesagt, was zu tun ist. Wie sie das nennt, ist völlig wurscht. Ihre Untergebenen haben es zu machen – oder sie kriegen Schwierigkeiten. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Klartext wäre überhaupt von Anfang an beim Projekt Obernberger See gefragt gewesen. „Lieber Projektwerber, wir wollen seitens der Politik dieses Vorhaben nicht. Und wir werden alles dazu tun, es zu verhindern. Also lass es besser sein“. Dann hätte sich die Unternehmerfamilie Stocker sechs Jahre Zeit und jede Menge Kosten gespart. So aber wurden Hoffnungen geweckt, bürokratische Hürdenläufe absolviert – und jetzt, einen Zentimeter vor Erreichen der Ziellinie, hat die grüne Landesrätin noch ein zusätzliches Gutachten angewiesen.

Klartext wäre bei vielen anderen Projekten auch gefragt, gegen die es grünen Widerstand gibt. Dann sagt aber bitte auch, dass euch egal ist, wenn die Arbeitsplätze in den Seitentälern immer weniger werden. Und sagt bitte auch, dass ihr eigentlich mit Wasserkraft nicht viel anfangen könnt, weil jeder einzelne Kraftwerksbau für euch eine Umweltkatastrophe ist. Sagt einfach, was Sache ist. Und die Leute kennen sich aus, meint

Euer Rabe


Schreiben Sie dem Raben: der@rabe.co.at

Zum Archiv: www.rabe.co.at

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