Neuer Hotellerieobmann Gerber: „Belastungsstopp muss her“

Mario Gerber, Hotelier aus Kühtai, ist neuer Obmann der Tiroler Hotellerie

Mario Gerber ist neuer Obmann der Tiroler Hotellerie. Bild: Gerber Hotels/Blickfang Innsbruck

An der Spitze der Tiroler Hotellerie wurde ein Generationenwechsel vollzogen. Siegfried Egger übergab das Zepter an Mario Gerber. „Wir wollen die Belastungen der letzten Jahre in eine, Entlastungsinitiative‘ verarbeiten.“

Mit 340.000 Gästebetten hat Tirol mehr als die drei Bundesländer Salzburg, Steiermark und Wien zusammen. Die touristische Bruttowertschöpfung liegt laut Studien bei vier Milliarden Euro und der Anteil des Tourismus am BIP in Tirol beträgt ca. 16 Prozent.

Die Hotellerie ist Leitbranche und Jobmotor in Tirol. Damit sie zukunftsfit bleibt, vollzieht Landtagsabgeordneter und Fachverbandsobmann Siegried Egger einen Generationenwechsel. „Es ist an der Zeit, das Zepter in Tirol zu übergeben, um mich noch mehr auf die Arbeit in Wien konzentrieren zu können. Mit Mario Gerber kommt ein Vertreter der neuen Unternehmer-Generation in eine leitende Position in der Wirtschaftskammer. Das tut der Branche und der Organisation gleichermaßen gut”, freut sich Siegfried Egger.

Gerber: Mitarbeiter sind Kapital der Branche

Für Mario Gerber zählen vor allem ein Belastungsstopp und die Sicherstellung von gut ausgebildeten Mitarbeitern zu den wichtigsten Herausforderungen der Branche: „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und setze vor allem auf Kommunikation und aktive Unterstützung meiner Kolleginnen und Kollegen. Es wird uns gelingen, die Belastungspolitik der letzten Jahre in eine verständnisvolle und notwendige, Entlastungsinitiative‘ zu verarbeiten.“

Stichworte sind dabei die Wettbewerbsgleichheit von neuen Vermietungsmöglichkeiten, etwa AirBnB, und neue Investitionsmodelle für Betriebe. „Ich bin überzeugt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Kapital unserer Branche sind. In den letzten zehn Jahren konnten wir ein Beschäftigungsplus von über 40 Prozent verzeichnen. Trotzdem fehlt es uns an gut ausgebildeten Mitarbeitern. Das jährliche Betteln beim Sozialminister für Saisoniers-Kontingente muss aufhören”, fordert Gerber.

Generationenwechsel ist Herausforderung für Hotellerie

In den nächsten Jahren stehen in Tirol unzählige Betriebsübergaben an. „Es braucht attraktive Rahmenbedingungen für einen Generationenwechsel und die Unterstützung der Wirtschaftskammer. Wir bringen ein Fördermodell auf Kurs, das auch externe Beratungen unterstützt”, so Gerber. Auch Tourismus-Spartenobmann Franz Hörl begrüßt die Neuaufstellung: „Ich gratuliere Sigi Egger und Mario Gerber zur Entscheidung, die für Tirol so wichtige Hotellerie noch breiter aufzustellen um unsere Unternehmerinnen und Unternehmer noch mehr Stimme zu geben.“

Das Vertrauen, das Spartenobmann Franz Hörl und Sigi Egger ihm als jungem Funktionär entgegenbringen, will Gerber weitergeben. „Ich will die Jungen stärker einbinden. Die haben neue Ideen und sie sind die Zukunft“, sagt Gerber und will deshalb auch die Kaderschmiede „Junges Hotel und Gastgewerbe“ wieder stärken und gleichzeitig aber auch in die Pflicht nehmen.


Mit 35 Jahren ist Mario Gerber der jüngste Hotellerie-Obmann in der Geschichte der WK Tirol. Der Kühtaier Hotelier ist seit 2008 Geschäftsführer der Gerberhotels Mooshaus, Alpenrose, Silzerhof und Elisabeth und seit 15 Jahren in der Wirtschaftskammer aktiv – in der Lehrlingskommission, in der Klassifizierungskommission oder als Vorstand im JHG, junges Hotel und Gastgewerbe.

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