Med-El Hörimplantate: Der Weg aus der Stille

Eine medizintechnische Revolution bildet die Basis für ein global agierendes Unternehmen. Die hochentwickelten Hörimplantate von Med-El ermöglichen den Betroffenen ein Leben voller Töne.

Sie sind Pioniere der Medizintechnik und international erfolgreich – doch ihr Unternehmen ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt. Bereits in den 1970er Jahren haben Ingeborg und Erwin Hochmair die Technologie erfunden, die in den Hörimplantaten steckt. Die Elektroingenieurin und der Physikprofessor entwickelten das weltweit erste mikro-elektronische Mehrkanal-Cochleaimplantat – die einzige medizinische Lösung, die den Hörsinn wieder herstellen kann. Dabei werden die Haarzellen in der Hörschnecke durch eine Elektrode direkt stimuliert.

Technik wird ständig weiterentwickelt

Im Dezember 1977 wurde die neu entwickelte Technologie am Universitätsklinikum Wien zum weltweit ersten Mal in die Hörschnecke eines Menschen eingesetzt. Ingeborg Hochmair hatte den Prototypen damals eigenhändig zusammengelötet, der die akustischen Signale der Außenwelt einfangen und als elektrische Reize an das Innenohr weiterleiten würde. Seitdem wurde die Technologie beständig weiterentwickelt und verbessert. Med-El hat alleine seit der Jahrtausendwende 13 Weltneuheiten auf den Markt gebracht – und auch heute noch werden einige wichtige Produktionsschritte in Handarbeit verrichtet.

„Mit Hörimplantaten können wir Gehörlosigkeit und Schwerhörigkeit als Kommunikationsbarriere überwinden”, sagt Hochmair. „Es besteht jedoch nach wie vor Aufklärungsbedarf: Derzeit erhalten weniger als zehn Prozent der neu ertaubten Menschen ein Implantat, obwohl bei vielen die Lebensqualität dadurch stark verbessert werden könnte.”

Für sein jahrzehntelanges Engagement und die medizinischen Erfolge von Med-El wurde das Ehepaar Hochmair bereits mehrfach ausgezeichnet – darunter mit den Ehrendoktorwürden der TU München und der Medizinischen Universität Innsbruck. Ingeborg Hochmair wurde zudem der Titel Kommerzialrätin verliehen – mit ihr als CEO und CTO an der Spitze ist Med-El heute der marktführende Hersteller von Cochlea-implantaten in Europa und der zweitgrößte weltweit.

Hörimplantate von Med-El

Hörimplantate von Med-El

Nähe zu Kliniken für Med-El essenziell

Dem Standort Österreich ist Med-El immer treu geblieben – das Unternehmen ist einer der größten Arbeitgeber Tirols und beschäftigt weltweit mehr als 1.700 Mitarbeiter. Über 95 Prozent der Hörimplantate werden exportiert und von rund 2.500 HNO-Kliniken in 111 Ländern abgenommen. Wichtiger Teil der Erfolgsgeschichte ist auch der Fokus auf Forschung und Entwicklung – Med-El investiert hier fortwährend 15 bis 20 Prozent des Umsatzes. Diese Bereiche sowie die Fertigung sind in der Firmenzentrale in Innsbruck angesiedelt.

Die Nähe zu den Kliniken ist für Ingeborg Hochmair essentiell. „Als forschendes Unternehmen sind wir darauf angewiesen, dass Experten uns mit wichtigen Informationen aus der täglichen Praxis zur Seite stehen. Nur gemeinsam können wir entscheidende Ansätze weiterverfolgen.”

Von diesem Bekenntnis zu Österreich profitieren auch die Patienten. Aus den Kliniken heißt es, das Bewusstsein, dass eine Technologie aus dem eigenen Heimatland kommt, stärke das Vertrauen in ein Implantat.

 

» Mehr zum innovativen Unternehmen finden Sie auf der Homepage von Med-El.

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