Plansee-Gruppe baut Geschäfte weltweit aus

Mit hohen Investitionen hat Plansee Standorte ausgebaut oder zugekauft. Der konsolidierte Umsatz im Geschäftsjahr 2015/16 beläuft sich auf 1,18 Milliarden Euro.

„Trotz eines dramatischen Rückgangs der Rohstoffpreise um bis zu 42 Prozent konnten wir Absatz und Umsatz weitgehend stabil halten“, erklärt Michael Schwarzkopf, Vorstandsvorsitzender der Plansee-Gruppe. Dabei wurden rohstoffbedingt niedrigere Verkaufspreise durch günstige Wechselkurse weitgehend kompensiert. Das globale Wachstum ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Dennoch baute die Gruppe ihre Aktivitäten in vielen Märkten aus und gewann Anteile in Europa und Asien.

„Dazu haben Innovationen und Neuprodukte wesentlich beigetragen“, betonte Schwarzkopf. Gruppenweit wurden über 60 Mio. Euro oder fünf Prozent des Umsatzes in Innovationsvorhaben investiert. So liefert Plansee Molybdänkomponenten für Belichtungsgeräte in der Halbleiterproduktion. Mit diesen Geräten wird die nächste Generation von noch leistungsfähigeren Computerchips gefertigt.

Umsatz in China weiter ausgebaut

Relativ stark war die Nachfrage in Europa, getrieben durch Exportindustrien wie den Maschinenbau und die Automobilindustrie. Ganzjährig robust zeigte sich die Luftfahrtindustrie. Obwohl China nicht an die Wachstumsraten der Vorjahre anknüpfen konnte, baute die Plansee-Gruppe ihren Umsatz in China und Südostasien weiter aus. Wesentliche Treiber dafür waren das vor fünf Jahren gestartete Joint-Venture CB Ceratizit und der neue Produktionsstandort in Shanghai. „Speziell vom Wachstum der Unterhaltungselektronik können wir vor Ort profitieren.“ Die Region ist für die Plansee-Gruppe der dynamischste Absatzmarkt. In Greater China produziert die Gruppe mit acht Werken und 2.000 Mitarbeitern. In Indien ist die Gruppe mit drei Standorten und 700 Mitarbeitern vertreten. Vor Kurzem wurde mit einem Produktionsneubau in Korea begonnen.

Global erzielt die Plansee-Gruppe in den Branchen Maschinenbau, Automobil und Unterhaltungselektronik mehr als die Hälfte ihres Umsatzes. Regional gesehen wurden in den drei Hauptmärkten Europa 53 Prozent, in Amerika 23 Prozent und in Asien 24 Prozent erzielt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierte die Plansee-Gruppe an die 220 Mio. Euro. Dazu gehörten der Bau eines neuen Produktionswerkes in Indien, Produktionserweiterungen in Österreich und Luxemburg sowie Produkt- und Prozessinnovationen. Außerdem übernahm die Plansee-Gruppe drei Unternehmen.

Plansee ist bereit für weitere Akquisitionen

Der Hartmetallexperte Ceratizit erwarb den deutschen Spezialwerkzeughersteller Klenk GmbH & Co. KG. Das Unternehmen beschäftigt 120 Mitarbeiter in Balzheim. Außerdem unterzeichnete Ceratizit einen Kaufvertrag für den mehrheitlichen Erwerb des indischen Werkzeugherstellers Cobra Carbide Pvt Ltd. Der Wolframpulverproduzent GTP übernahm die finnische Firma Tikomet Oy mit 40 Mitarbeitern und verstärkte damit seine Kompetenz im Wolfram-Recycling.
„Alle Erweiterungen und Zukäufe untermauern die Strategie der Plansee-Gruppe, in den Hochtechnologie-Werkstoffen Molybdän und Wolfram eine führende Stellung einzunehmen, von der Erzverarbeitung bis zur kundenspezifischen Komponente“, so Schwarzkopf.

Die Plansee-Gruppe ist mit einer Eigenkapitalausstattung von über 1,1 Milliarden Euro und keiner Verschuldung bereit für weitere Expansionsvorhaben. Die Plansee-Gruppe hat ihr Industrie-Portfolio in den vergangenen zehn Jahren deutlich ausgebaut. Weltweit beschäftigen die Beteiligungsunternehmen 11.900 Mitarbeiter, 150 mehr als vor einem Jahr. In Österreich war die Zahl der Mitarbeiter mit 2.300 Beschäftigten stabil.

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