Startschuss für einen neuen Gründer-Boom

Die Bundesregierung hat ein Start-up-Paket beschlossen und novelliert Ende des Jahres die Gewerbeordnung. „Mit dieser Offensive bewegt sich endlich was im Land“, erklärt der Präsident der Wirtschaftskammer Tirol, Jürgen Bodenseer. Das Start-up-Paket sieht Finanzierungen, Förderungen und eine Lohnnebenkostenbefreiung vor – das sind gute Nachrichten für Gründerinnen und Gründer.

Erfreulich ist für WK-Präsident Jürgen Bodenseer auch, dass für die Novelle der Gewerbeordnung die Eckpfeiler Qualität und Qualifikation außer Streit stehen. Die Bundesregierung plant zudem eine einheitliche Gewerbeberechtigung für freie Gewerbe. „Das ist grundsätzlich ein richtiger Schritt in Richtung Vereinfachung – wichtig ist aber, dass die adäquate Zuordnung zu den Kollektivverträgen und Fachorganisationen weiterhin gegeben ist. Vereinfachung ist gut, Einheitsbrei bringt niemandem etwas – hier kommt es auf das richtige Fingerspitzengefühl bei der Umsetzung an“, so Bodenseer. Der WK-Präsident sieht auch die vorgesehenen Erleichterungen für Betriebsanlagengenehmigungen und die geplanten Verfahrenskonzentrationen positiv – fordert allerdings zusätzlich, das Kumulationsverbot bei Strafen und den Grundsatz ‚Beraten statt strafen‘ gesetzlich zu verankern.

Ansprüchen der modernen Wirtschaft gerecht werden

Für Spartenobmann Dietmar Hernegger (Information und Consulting) ist in der derzeitigen Gewerbeordnung der Umfang einzelner Gewerbeberechtigungen nicht mehr zeitgemäß. „Hier braucht es eine Durchforstung, um den Ansprüchen der modernen Wirtschaft gerecht zu werden“, erklärt Hernegger. Mit dem von der Bundesregierung definierten Ziel der Reform kann sich der Spartenobmann zu 100 Prozent identifizieren: „Die Kreativität und Innovation der österreichischen Unternehmerlandschaft fördern – und gleichzeitig die Qualität aufrecht erhalten.“

Spartenobmann Georg Steixner (Gewerbe und Handwerk) begrüßt das Bekenntnis zur qualitativen Weiterentwicklung der Meister- und Befähigungsprüfungen: Sie sollen als hochwertige berufliche Qualifikation in allen Handwerken erhalten werden. „Wir drängen seit Langem auf eine Stärkung der Berufsabschlüsse entsprechend den europäischen Vorgaben auf Bachelor oder Masterniveau“, erklärt Steixner. Das Erfolgsmodell der Lehre wird von vielen Ländern kopiert und ist ein wirksames Rezept gegen Jugendarbeitslosigkeit. „Fachliche Kompetenzen sichern Qualität – das schafft die Sicherheit für Konsumenten, für ihr Geld eine solide und faire Gegenleistung zu erhalten“, bringt Georg Steixner eine wesentliche Aufgabe der Gewerbeordnung auf den Punkt.

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