Naturschutzgesetz: ‘Sowohl-als-auch’ statt ‘Entweder-oder’!

Der Präsident der Wirtschaftskammer Tirol warnt davor, aus einer Umfrage des Landes zum Naturschutz vorschnelle Schlüsse zu ziehen. „Wir brauchen ein faires Miteinander von Natur und Wirtschaft. Der Lebensraum Tirol darf zu keinem Alpenmuseum unter der Käseglocke werden“, so Jürgen Bodenseer.

Das Naturschutzgesetz wird gerade evaluiert. Im Vorfeld hat Landesrätin Ingrid Felipe eine Umfrage in Auftrag gegeben. Teile davon waren bereits in Medien zu lesen. Trotz Anfrage der Wirtschaftskammer Tirol wird die Umfrage seitens der Landesrätin, aus welchen Gründen auch immer, unter Verschluss gehalten. WK-Präsident Jürgen Bodenseer warnt jetzt davor, daraus vorschnelle Schlüsse zu ziehen und das schärfste Naturschutzgesetz Österreichs noch weiter zu verschärfen. „Der Schutz der Natur ist 89 Prozent der Befragten ein Anliegen. Bei dieser Fragestellung ist allerdings kein anderes Ergebnis zu erwarten. Wenn die Bevölkerung gefragt werden würde, ob sie sichere Arbeitsplätze will, würden ähnliche Werte herauskommen. Auch das ist für sich alleine betrachtet nicht besonders aussagekräftig“, so der WK-Präsident. Für ihn kommt es auf eine faire Abwägung zwischen Naturschutz und Wirtschaft an – und diese erfolgt bisher sehr einseitig zugunsten des Naturschutzes. Es brauche ein ‘Sowohl-als-auch’ und kein ‘Entweder-oder’.

Lebensraum ist auch Wirtschafts- und Arbeitsraum

„Lebensraum bedeutet in hohem Maße Wirtschaftsraum und damit Arbeitsraum. Erst die Kraft des Standortes und der Wohlstand durch sichere Arbeitsplätze machen das Leben in Tirol lebenswert“, erklärt der WK-Präsident. Eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung und sichere Arbeitsplätze seien nur mit Spielräumen für die Tiroler Unternehmen möglich. „Bei der Evaluierung des Naturschutzgesetzes muss ein Nachdenken ohne Scheuklappen erlaubt sein. Schließlich soll Tirol ein echter Lebensraum sein – und kein Alpenmuseum unter der Käseglocke“, stellt Bodenseer klar.

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