Wirtschaftsparlament: “Sicherheit statt Retro-Debatten”

Berechenbare und unternehmerfreundliche Rahmenbedingungen fordert WK-Präsident Jürgen Bodenseer vergangene Woche beim Wirtschaftsparlament von der Bundesregierung. In Tirol ist die Situation eine andere: Die Sozialpartner und das Land stehen in konstruktiven Gesprächen.

Anlässlich des jüngsten Wirtschaftsparlamentes, der zwei Mal im Jahr stattfindenden Vollversammlung der WK Tirol, forderte WK-Präsident Jürgen Bodenseer die Politik auf, die Unsicherheit für die Unternehmen zu beenden: „Wir wissen aus Umfragen, dass die Unsicherheit und der Stillstand auf Bundesebene Investitionen verhindern und das Wachstum einbremsen. Wenn jetzt, kaum nach dem Start der neuen Bundesregierung, wieder über neue Steuerideen gestritten wird, ist das absolut das falsche Signal“, erklärt Bodenseer.

Angebote besser kommunizieren

Eine Maschinensteuer sei ebenso wie eine Arbeitszeitverkürzung ein verfehlter Griff in die sozialdemokratische Mottenkiste. „Wir brauchen nicht mehr, sondern weniger Steuern. Österreich wäre mit einer Maschinensteuer kein sinnvoller Investitionsstandort mehr. Kern gibt damit das Bild vom Bahnmanager, der offenbar gerne die rote Schlusslaterne im letzten Wirtschaftswaggon der Rankings halten möchte. Wir brauchen auch keine Arbeitszeitverkürzung, sondern eine Arbeitszeitflexibilisierung: Wir müssen dann arbeiten, wenn Kunden, Gäste und Auftragslage das notwendig machen“, gibt Bodenseer die Richtung vor.

Seitens der Wirtschaftskammer Tirol kündigt Bodenseer weitere Reformen und Verbesserungen für die Mitglieder an. „Wir müssen noch schlanker und effektiver werden – auch wenn das schmerzhafte Einschnitte bedeutet“, so der WK-Präsident. Im Servicebereich soll das breite Angebot besser kommuniziert und die Betreuung noch stärker auf die einzelnen Mitgliedergruppen ausgerichtet werden. „Ob Leitbetrieb, mittelständische Firma oder Ein-Personen-Unternehmen: jede dieser Gruppen braucht ganz spezielle Leistungen von der Wirtschaftskammer – und wird sie bekommen“, so Bodenseer.

Das Wirtschaftsparlament beschäftigte sich in einer Reihe von Anträgen mit der konkreten Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Unternehmer. Das Spektrum reicht von der Einführung eines Beteiligungsfreibetrages zur Ankurbelung von Investitionen über Entbürokratisierungen und Verfahrensvereinfachungen im Tiroler Naturschutzgesetz, der Forderung nach einer Abschaffung der Zusatzmaut im Unterinntal und am Brenner bis hin zu einer Aufwertung des Lehrberufes und der Lehrlingsausbildung.

 

Anträge aus dem Wirtschaftsparlament
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