Innovation: “Nicht vor Zukunft verschließen”

Beim Sample City Lab in Innsbruck wurde die Bergiselschanze erneut zum Zentrum der Technologie. So wurden von der p&p Marketing gemeinsam mit der Trendagentur „TrendOne” und in Kooperation mit der Sparte Information und Consulting der WK Tirol wichtige Impulse, Informationen und Inspiration zum Thema Innovation geliefert. Wir trafen den Hamburger Trendforscher Nils Müller (oben links) und IC-Spartenobmann Dietmar Hernegger zum gemeinsamen Interview über Zukunft, Trends und die künftige Arbeitswelt.

wirtschaft.tirol: Herr Müller, wie wird die Zukunft aussehen?

Wichtig ist immer, die Zukunft ganzheitlich auf dem Radar zu haben: Interaktiv, vernetzt und intelligent. Künstliche Intelligenzen, die jeden Bereich unseres privaten und beruflichen Lebens unterstützen, Virtual Reality Lösungen, die Arbeitsabläufe und unsere Freizeitgestaltung mitbestimmen, und Echtzeit-Kommunikation, um nur einige Beispiele zu nennen.

Das Thema Innovation ist speziell für die Sparte IC sehr wichtig. Herr Hernegger, was glauben Sie, wie wird hier die Zukunft der Sparte aussehen?

Tatsache ist, dass wir uns nicht vor der Zukunft verschließen können. Vor allem auch im zivilen und humanitären Bereich. Die Menschheit und auch die Technik entwickeln sich weiter. Beim Thema Innovation ist es wichtig, den menschlichen Aspekt nicht auf der Seite zu lassen. Denn wollen wir eine Welt, die von Robotern gesteuert wird? Zukunft ist für mich eine gesunde Symbiose zwischen Mensch und Technik.

Herr Müller, mit welchen Trends sollten sich Unternehmer in der Sparte IC auf jeden Fall beschäftigen?

Unbedingt vernetzen, Open-Innovation heißt das auch. Ein ganz wichtiger Schritt im Consulting ist zu sagen: „Raus aus dem Silo, rein in die Vernetzung und gründe eine Partnerschaft”. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, müssen wir heute die Innovationskultur im Unternehmen stärken. Das heißt: Offen sein für Wachstums- und Innovationsfelder, Trends aufgreifen, deren Relevanz für das eigene Unternehmen prüfen und keine Scheu vor Neuem und Technologie haben.

Herr Hernegger, vernetzen und umsetzen klingt einfach – ist es das auch?

Es wird zunehmend einfacher, weil die technischen Möglichkeiten für jeden leichter verständlich sind. Die Zukunft zu verstehen ist nicht schwierig, wir müssen uns nur definitiv damit auseinandersetzen.

Herr Müller, wie werden wir im Jahr 2025 Innovationen leben?

Das zentrale Thema ist dann die Automatisierung. Zuerst war die Digitalisierung, dann das Internet, jetzt das Auternet. Der nächste große Schritt ist die künstliche Intelligenz. Alle Systeme funktionieren autonom. Zum Beispiel die Bankberater: künftig sprechen Computer mit uns und greifen auf alle Daten zu. Und das wird die nächste große Revolution, die viele Arbeitsplätze in Frage stellen, aber auch viele neue Arbeitsplätze schaffen wird.

Herr Hernegger, Sie sind selbst Unternehmer. Wie sehen Sie die Digitalisierung in der Praxis?

Wenn ich jetzt speziell die Druckereien hernehme hat sich die Entwicklung innerhalb der letzten 20 Jahre sehr nach oben bewegt. Maschinen werden immer schneller, können immer mehr, entsprechend kann man auch mehr produzieren. Aber es ist immer noch der Mensch, der das visuelle und das haptische in den Vordergrund stellt. Die Maschine soll eine Unterstützung für uns sein.

Herr Müller, viele haben Angst vor zu viel Technologie?

Länder wie Japan, wo die Automatisierung am höchsten ist, haben die wenigsten Arbeitslosen. Automatisierung bringt uns einen Schritt voran, eine Ebene höher – ergreift die Chance!.

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