Tiroler ist Energiemanager des Jahres 2016

Roland Zinkl ist Vertriebsleiter der Innsbrucker Kommunalbetriebe. Ende April wurde er von der IIR (Institute of International Research) zum Energiemanager des Jahres 2016 gewählt.

Wo stehen wir, wo wollen wir hin? – das waren die brennenden Fragen bei der EPCON 2016, dem Jahrestreffen der Energiewirtschaft in Niederösterreich. Die Branche befindet sich so stark im Wandel wie noch nie. Roland Zankl, Vertriebsleiter der IKB, stellt sich dieser Herausforderung. Er ist für innovative und effiziente Energieversorgung ausgezeichnet worden und zum Energiemanager des Jahres 2016 gewählt worden. Der Preis wird von der IIR (Institute of International Research) gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen PwC vergeben. Mit zwei Projekten setzte sich Zankl gegen seine Konkurrenten durch.

wirtschaft.tirol: Wie fühlt man sich als Energiemanager des Jahres?

Roland Zankl: Ich habe mich einfach sehr gefreut. Es ist eine Anerkennung meiner Arbeit und auch eine Anerkennung der Innsbrucker Kommunalbetriebe. Wenn unsere Projekte mit einer Auszeichnung honoriert werden, dann macht mich das sehr stolz und auch dankbar.

Wie sind Sie Energiemanager des Jahres geworden?

Ich wurde mehrmals angesprochen, ob ich mich für den „Energiemanager“ bewerben möchte. Ich habe dem lange keine Beachtung geschenkt. Schlussendlich scheine ich den Nerv der Zeit getroffen zu haben – und bin mit den richtigen Projekten zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen. Wir dürften einigen Energieversorgern in Österreich ein paar Schritte voraus sein. Ein gewisser Blick ist jetzt sicher auf Tirol gerichtet.

Mit welchen Projekten haben Sie überzeugt?

Ein Projekt ist die Umrüstung auf LED-Leuchten im Innen- und Außenbereich. Die IKB übernehmen die komplette Abwicklung des Umstiegs. Bis zu 70 Prozent der Energiekosten können damit gespart werden. Der Austausch verursacht keine zusätzlichen Ausgaben, da die Investitionskosten durch die eingesparte Energie finanziert werden. Der Kunde spart nicht nur Kosten und Energie, sondern reduziert auch den CO2 Verbrauch.

Es wurde noch ein weiteres Projekt eingereicht …

Um nachhaltige Energie  geht es auch beim zweiten Projekt. Mit GeoSolar 2.0 bieten die IKB eine Energieerzeugungsanlage, die gänzlich ohne fossile Energie arbeitet. Mit Solarenergie, Wärmepumpen und Erdspeichern werden Wohn- und Gewerbebauten geheizt. Die Solarenergie wird in Erdspeichern gespeichert. Eine Anlage regelt, welche Energieform zu welchem Zeitpunkt am günstigsten ist. Einige solcher Bauten wurden bereits in Oberösterreich umgesetzt.

Alternative Energieformen in Tirol: Wie wird es hier weitergehen?

Die Energiethematik ist in Tirol sehr schwierig, das wissen wir. Es ist generell eine Aufbruchsstimmung zu merken. Der Ausbau der Wasserkraft wird überall gefordert, ist jedoch mehr als schwierig. Über Photovoltaik redet jeder, umgesetzt wird im Vergleich relativ wenig, obwohl das Potenzial da wäre. Und für Windkraft, glaube ich, haben wir in Tirol zu wenig Möglichkeiten diese umzusetzen. Wir haben viele Kunden im Toursimus, die Pelletsanlagen betreiben. Und die Hotelgäste schauen da schon drauf und interessieren sich dafür.

Schauen Endkunden künftig immer genauer, wo die Energie herkommt? Die sogenannte grüne Linie?

Wir werden uns davor nicht verschließen können. Die grüne Linie lässt sich natürlich nicht in jedem Bestandsgebäude umsetzen. Aber mit einer entsprechenden Solaranlage oder anderen regenerativen Wärmepumenanlagen wäre es schon möglich eine Grundversorgung herzustellen. So bin ich zumindest teilweise auf der grünen Linie. Es wird immer mehr in diese Richtung gehen.

Öffnet der Titel “Energiemanager des Jahres” neue berufliche Türen oder Zugänge zu neuen Projekten?

Seit der Verleihung Ende April in Niederösterreich bekomme ich sehr viele Anfragen. Ich bin davon überzeugt, dass die Best-Practice Beispiele der IKB nun die Chance eröffnen, auch andere Marktgebiete – außerhalb Tirols – erfolgreich zu besetzen und hier mit nachhaltigen Projekten erfolgreich zu sein.

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