Europas große Chancen am russischen Markt

WKÖ-Präsident Christoph Leitl und Russlands Präsident Vladimir Putin

WKÖ-Präsident Christoph Leitl (l.) und Russlands Präsident Vladimir Putin diskutierten in Moskau die Vision einer Freihandelszone. Foto: Peter Lechner

Eine Freihandelszone von Lissabon bis Wladiwostok würde Europa und Russland im globalen Wettbewerb entscheidend stärken, so WKÖ-Präsident Leitl.

Wie es mit den Beziehungen zwischen Russland und der EU und speziell zu Österreich weitergehen soll, war das große Thema des Besuchs von Bundespräsident Heinz Fischer bei Präsident Wladimir Putin in Moskau. Fischer betonte, wie wichtig es sei, im Gespräch zu bleiben – selbst bei politischen Differenzen. Begleitet wurde der Bundespräsident von WKÖ-Präsident Christoph Leitl und Regierungsmitgliedern.

Leitl diskutierte mit Präsident Putin bei dieser Gelegenheit über die Vision einer Freihandelszone, die von Lissabon bis Wladiwostok reicht. „Gerade im Sinne einer aktiven Handelspolitik muss das langfristige Ziel eine Freihandelszone mit unseren Nachbarn im Osten sein. Heute sehen wir nur die Sanktionen und vergessen die Visionen“, meint Leitl.

Win-win Situation für Russland und Europa

Eine solche Freihandelszone in einem Markt mit rund 700 Millionen Einwohnern wäre für alle Teilnehmer vorteilhaft und würde Europa und Russland im globalen Wettbewerb entscheidend stärken. „Russland mit seinen Rohstoffen und Europa mit seinem Know-how würden einander perfekt ergänzen. Präsident Putin hat mich motiviert, mich in meinen europäischen Funktionen dafür einzusetzen, diesen Gedanken weiterzuverfolgen“, so Leitl.

Gemeinsame wirtschaftliche Aktivitäten schaffen Vertrauen und könnten die Voraussetzungen dafür verbessern, dass die derzeitigen Sanktionen im beidseitigen Interesse so rasch als möglich beendet werden.

Reformtempo in Russland steigern

„Ein Freihandelsabkommen wäre nicht nur ein Beitrag zu Frieden und Stabilität, sondern könnte auch das Reformtempo in Russland beschleunigen. Für österreichische Unternehmen würden sich durch den Wegfall von Zöllen, die Vereinheitlichung von Normen und Standards sowie den Abbau von Visa-Schranken noch bessere Chancen beim Export ergeben“, ist der WKÖ-Präsident überzeugt.

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