Familienfreundliche Unternehmen haben Wettbewerbsvorteil

Präsentation des Netzwerks "Unternehmen für Familien"

Florian Zulehner, Landesrätin Beate Palfrader, Bundesministerin Sophie Karmasin, Alexander Martin und WK-Präsident Jürgen Bodenseer wissen um die Wichtigkeit von flexiblen Arbeitszeitmodellen. Foto: schloss-marketing

Das Reformhaus Martin ist ein Vorzeigebetrieb im neuen Netzwerk „Unternehmen für Familien“. Dieses wurde kürzlich im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. Zentrale Botschaft: Familienfreundliche Betriebe haben einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird zu einem zunehmend wichtigeren Wirtschaftsfaktor. Bei der Jobauswahl ist – neben guter Bezahlung – die Vereinbarkeit für Bewerber oft entscheidend. Bei einer Pressekonferenz beleuchteten Bundeministerin Sophie Karmasin, Landesrätin Beate Palfrader und Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Bodenseer das „familienfreundliche Tirol“ und stellten die neue Initiative Netzwerk „Unternehmen für Familien“ vor.

Der WK-Präsident machte dann auch gleich deutlich, das dieses Thema nicht nur Frauen betrifft. „Auch Männer müssen sich verändern. Wir sollten unser Rollenverhalten auch mal überdenken – Stichwort Kindererziehung, typische Frauenberufe und ähnliches.“

Vorreiter in Sachen Familienfreundlichkeit

Als Ort hat man sich dafür einen Vorzeigebetrieb in Sachen Familienfreundlichkeit ausgesucht – das Reformhaus Martin. Das traditionsreiche Familienunternehmen betreibt 38 Filialen mit 250 Beschäftigten. Die Frauenquote liegt bei 98 Prozent. Als Teil der Initiative „Netzwerk Unternehmen für Familien“ des Bundesministeriums für Familie und Jugend, teilt Reformstark Martin seine Expertise für Familienfreundlichkeit am Arbeitsmarkt, insbesondere für die Sparte Handel.

„Wir bieten unseren großteils weiblichen Beschäftigten flexible Arbeitszeitmodelle und individuell abgestimmte Personaleinsatzpläne, die familiäre Verpflichtungen berücksichtigen“, so Florian Zulehner der bei Martin verantwortlich für das Personal ist. Weiters setze man gezielt darauf, Mitarbeiterinnen zu fördern, die eine Führungsposition anstreben und ermöglicht die Funktion einer Filialleiterin bereits ab einer Beschäftigung von 30 Stunden pro Woche.

Vertrauen schenken, Loyalität gewinnen

„Wir schenken unseren Mitarbeiterinnen viel Vertrauen. Dadurch kommt aber auch enorm viel zurück“, sagt Zulehner, der ergänzt: „Geringere Fluktuation, größere Loyalität und weniger Krankenstände. Eine höhere Mitarbeitermotivation verbessert das Betriebsklima spürbar. Davon profitieren schlussendlich sowohl wir als auch unsere Mitarbeiter.“

Wegweisend ist auch das Karenzmodell des Reformhaus Martin. Das Unternehmen bietet Mitarbeiterinnen, die sich in Karenz befinden, einen willkommenen Zuverdienst im Zuge einer geringfügigen Beschäftigung an. „Durch diese Form der Weiterbeschäftigung bleibt das Know-how im Unternehmen erhalten. Das Wissen und die Qualifikation der Mitarbeiterinnen machen den entscheidenden Unterschied zu Mitbewerbern aus. Für die beratende Begleitung der Kunden beim Einkauf – Stichwort Allergene – ist qualifiziertes Fachpersonal das Um und Auf“, so GF Alexander Martin.

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