Unternehmerinnenkongress 2016 – Wirtschaft in Bewegung

Unter dem Motto „Business 4.0 – Wirtschaft in Bewegung“ ging vergangene Woche der vierte Unternehmerinnenkongress Österreichs von „Frau in der Wirtschaft“ über die Bühne. Ein vielseitiges Programm, internationale Referenten und hochkarätige Podiumsgäste lockten knapp 400 Unternehmerinnen in den Congress Innsbruck und in den Congresspark Igls.

Beim Unternehmerinnenkongress standen neben Netzwerken und Tipps zur erfolgreichen Unternehmensführung auch ganz konkrete Anliegen im Mittelpunkt. Was es genau braucht, damit sich Unternehmerinnen besser und erfolgreicher in der Wirtschaft positionieren können diskutierte FiW-Bundesvorsitzende Martha Schultz mit Staatssekretär Harald Mahrer, WK-Präsident Jürgen Bodenseer und LR Patrizia Zoller-Frischauf.

„Österreichs Wirtschaft wird immer weiblicher. 2015 wurde mehr als jedes dritte Unternehmen von einer Frau geführt und rund 43 Prozent der Start-Ups von Frauen gegründet“, betonte Martha Schultz, Vorsitzende von Frau in der Wirtschaft bei der Eröffnung und ergänzt: „Nur wer Chancen der Digitalisierung nützt, bleibt wettbewerbsfähig“.

Rahmenbedingungen für Unternehmerinnen verbessern

Der einheitliche Tenor der Diskussion war, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen verbessert werden müsse, die Rahmenbedingungen angepasst und die Kinderbetreuung flächendeckend ausgebaut werden müssen. Staatssekretär Harald Mahrer: „Wir leben in großen Umbruchzeiten. Es ist nicht unsere Aufgabe, den Unternehmerinnen das Leben schwerer zu machen – im Gegenteil. Bürokratie abbauen, Finanzierung leichter machen. Nur gemeinsam schaffen wir es, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Mehr Frauen in der Wirtschaft – dafür will ich mich einsetzen. Dieses Gefühl der unterschiedlichen Ansichten ist wichtig für den Erfolg Österreichs. Wir haben ein gutes Land und Österreich ist ein wunderbares Pflaster, um selber durchzustarten.“

Den „Mut zur Lücke“ forderte Wirtschaftskammer Tirol-Präsident Jürgen Bodenseer: „Unternehmerinnen und Unternehmer wollen nur eines: In Ruhe arbeiten.“ Zur aktuellen Situation in Tirol betonte Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf: „Wir konnten seit 2008 die Kinderkrippen-Plätze verdoppeln. Dafür haben wir 50 Mio. Euro investiert. Doch wir werden noch mehr investieren, damit wir in Tirol Beruf und Familie noch besser vereinbaren können.“

WKÖ-Präsident Christoph Leitl betonte, dass Mut und Flexibilität in der heutigen Zeit ein großes Thema sind. Gerade in den schwierigen Zeiten brauche es die richtigen Rahmenbedingungen. „Die Mehrheit von Gründungen sind von Frauen. Mit Entwicklungstendenzen, wo wir alle spüren, dass sie uns gesellschaftlich verändern, ist Weiblichkeit mehr gefragt denn je.“

Unternehmerinnenkongress bot Top-Referenten

Der digitale Darwinist Karl-Heinz-Land sprach darüber, wie Unternehmerinnen vom Digitalen Wandel profitieren können, Starfotografin Inge Prader erzählte von ihrem Handwerk und davon, dass es die analoge Fotografie kaum noch gibt. Marketingexpertin Gabriele Schulze zeigte auf, dass sich die Wirtschaft auf neue Verkaufs- und Marketingstrategien festlegen müsse – denn jede neue Entwicklung habe auch ihre Chancen. Und Businesscoach Liz Howard zeigte mit Worten und Musik auf, wie anhand eines Farbsystems Gesprächspartner besser eingeschätzt und damit auch erreicht werden können.

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