Vitalpinum: Die Kraft der Berge

Das Osttiroler Unternehmen Vitalpinum produziert ätherische Öle und Kosmetika für Kunden in der ganzen Welt. Im Wohlfühlpark in Thal können Besucher die Wirkung hautnah erleben.

10. Februar 1890. Mailand. „Das Thun und Treiben ist großartig, aber mir wären Geschäfte lieber als deren Krawall.” Diese Zeilen richtete Ignaz Unterweger an seinen Bruder Johann. 1886 gründeten die beiden die erste Tiroler Latschenölbrennerei in Assling. Schon in der Anfangszeit begab sich Ignaz auf Geschäftsreise, war unter anderem bei den Weltausstellungen in Chicago und Barcelona und machte so die Wirkung der ätherischen Öle relativ rasch bekannt.

2015, rund 130 Jahre später, gehen die heilsamen und wohlriechenden Öle vom Osttiroler Betrieb in die ganze Welt. „Wir haben letztes Jahr rund 23 Mio. Euro Umsatz gemacht, 90 Prozent mit der Produktion und dem Handel ätherischer Öle, von denen wir ca. 95 Prozent exportieren”, sagt Michael Unterweger. Der Urenkel von Gründer Johann sitzt im gemütlichen Vitalpinum-Shop und blickt durch die hohen Fenster auf den 5.000 m2 großen Wohlfühlpark, der an das Gebäude grenzt. Denn die Herstellung von Kosmetika und der Park sind die anderen Geschäftsfelder des Betriebes.

Die Wirkung mit allen Sinnen erleben

„An neun Sinnesstationen wollen wir Vitalität, Pflege und Erholung hautnah bieten. Die Besucher – es sind rund 12.000 im Jahr – sollen die Wirkungen der in den Kosmetika verwendeten Heilpflanzen vor Ort erfahren”, erklärt der GF, bückt sich, zieht Socken und Schuhe aus und legt sie in den „Latschenlift”. Während die Schuhe mittels Technik die Anhöhe hinauffahren, spaziert Unterweger barfuß durch Beete mit Lavendel, Wacholder sowie Kastanien und anschließend durch den Kneipp-Pfad, um sich danach beim Arnika-Brunnen eine belebende Einreibung zu gönnen. „Jetzt hat man wieder die Kraft, sich die Schuhe selbst anzuziehen”, meint der Chef und lacht.

Nun wird die Schaubrennerei mit dem kleinen Ölmuseum besichtigt, wo die Besucher Einblicke in die Gewinnung ätherischer Öle erhalten. Über den Latschenberg geht es weiter zur Pflege-Zone mit Kräuterdusche, Insektenhotel und Bienenhütte. Dahinter wurde der neue Zirbenkraftplatz angelegt, um neben Lavendel, Arnika & Co auch die Zirbe entsprechend zu repräsentieren. Die Eröffnung ist für heuer geplant. Der Pfad führt weiter, an Heilkräuterfeldern vorbei, in den Entspannungsbereich mit Wasserspringschale und Holzliegen. „Wir organisieren hier auch Veranstaltungen. Natur in Verbindung mit Kultur oder Gesundheit”, sagt Unterweger. Denn das Motto von Vitalpinum ist auch nach 130 Jahren noch aktuell: Wohlfühlen aus den Tiroler Bergen.

» Mehr Informationen zu Unternehmen und Produkten finden Sie auf der Homepage des Vitalpinum.

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