Tirols Wirtschaft im 1. Quartal dank Industrie und Tourismus stabil

Trotz schwieriger nationaler und internationaler Rahmenbedingungen läuft die wirtschaftliche Entwicklung Tirols im ersten Quartal 2016 vergleichsweise positiv. Hauptverantwortlich hierfür ist laut aktuellem Lagebericht der Wirtschaftskammer Tirol die relativ gute Entwicklung einerseits in der Tiroler Industrie und andererseits im Tiroler Tourismus.

Wie die aktuell verfügbaren Umsatzzahlen belegen, konnte die Tiroler Industrie im Jahre 2015 nominell um insgesamt 2,6 Prozent wachsen (real rund 1,6 Prozent). Die abgesetzte Produktion konnte damit von 9,57 Milliarden Euro auf 9,82 Milliarden Euro gesteigert werden. Zum Vergleich: Österreichweit ging die abgesetzte Produktion 2015 in der Industrie hingegen um nominell 2,2 Prozent zurück.

Im Tourismus konnte trotz des schwierigen Starts im Dezember (Schneemangel) sowohl im Jänner als auch im Februar ein Nächtigungsplus verbucht werden. Alleine im Februar 2016 wurden 7,73 Millionen Nächtigungen gezählt, was einem Plus gegenüber dem Vorjahr von 2,6 Prozent entspricht. Allerdings verläuft die Umsatzentwicklung nach wie vor stagnierend. Zudem ist die heimische Tourismuswirtschaft durch die Erhöhung der Umsatzsteuer, die ab der Sommersaison wirksam ist, einem echten Wettbewerbsnachteil ausgesetzt.

Weniger Arbeitslose als in den Vorjahren

Positiv entwickelte sich im ersten Quartal 2016 auch der Tiroler Arbeitsmarkt − insbesondere im Vergleich zu den östlichen Bundesländern. Während es vor allem in Wien durch den starken Zuzug von Arbeitskräften aus Ost- und Mitteleuropa zu einer steigenden Arbeitslosigkeit kommt, ist die Arbeitslosigkeit in Tirol in den ersten drei Monaten zurückgegangen. Im Durchschnitt der Monate Jänner bis März waren im Vorjahr 23.704 Tirolerinnen und Tiroler arbeitslos; in den ersten drei Monaten dieses Jahres 22.443.

Die positive Arbeitsmarktentwicklung in Tirol dürfte in Kombination mit einer gewissen Entlastung der Masseneinkommen aus der Steuerreform positive Konsum-Impulse bewirken, verrät der aktuelle Lagebericht der Wirtschaftskammer. Negativ bleibt allerdings die Investitionsneigung in den meisten Branchen. Einzige Ausnahme derzeit: die Tiroler Industrie.

Autor: Stefan Garbislander

Stefan Garbislander ist der Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik & Strategie in der Wirtschaftskammer Tirol.

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