Zeit zum Aufwachen

KOMMENTAR

Österreich verzettelt sich im Vollkaskodenken. Und verschläft dabei wichtige Entwicklungen.

 

Österreich träumt vor sich hin – und versäumt den Anschluss.

Kürzlich hatte ich einen schrecklichen Albtraum. An einem riesigen Tisch saßen Touristiker, Politiker und Vertreter von Umweltorganisationen. Die Touristiker schlugen ein Projekt nach dem anderen vor. Die Politiker legten ein Konzept nach dem anderen auf den Tisch. Und die Umweltvertreter sagten, dass sie das alles ganz nett fänden, sie aber grundsätzlich dagegen seien. Aus Prinzip. Der Umwelt zuliebe. Und so schlossen Tausende Tourismusbetriebe und in den Tälern wurde es ganz still. Es lebten zwar dort wieder Luchs, Bär und Wolf – aber keine Menschen mehr, weil es ohne Einkommen kein Auskommen gibt. Ich wälzte mich im Bett.

Ich träumte weiter, es gebe eine Diskussion über die Mindestsicherung. Aber es ging gar nicht darum, ob dieses Geld den einen oder anderen vom Arbeiten abhalten würde – nein, eure Gewerkschafter & Co forderten tatsächlich, die Mindestsicherung anzuheben. Ich bekam einen Schweißausbruch.

Dann träumte ich, die Kluft zwischen Österreich und Deutschland nehme langsam angsteinflößende Ausmaße an. Eure Nachbarn zogen euch beim Schuldenabbau, beim Wachstum, bei neuen Jobs meilenweit davon. Doch das beunruhigte eure Politiker kein bisschen. Die stritten bloß wie eh und je – dachten aber nicht im Traum daran, etwas dagegen zu tun. Etwa bei den Ausgaben zu sparen. Oder die Steuern zu senken. Oder die Mega-Bürokratie zum Teufel zu jagen. Nichts von alledem.

Dann schreckte ich hoch und merkte – es war gar kein Albtraum. Ich war bloß während des Fernsehens im Gedanken ein bisschen weggedriftet. Da rieb ich mir die Augen und mir wurde schlagartig klar: Es ist höchste Zeit, dass Österreich aufwacht, meint

Der Rabe


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