Mega-Maut kostet jeden 90 Euro

Die Front gegen die geplante Mega-Maut wird immer breiter. Der Schaden für Tirols Regionen wäre enorm. Die Kosten würden schlussendlich allein die Bevölkerung treffen.

Auch Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer hat den flächendeckenden Maut-Plänen eine Abfuhr erteilt: „Die Versorgung der ländlichen Regionen mit dringenden Gütern des Alltags würde sich durch eine solche Maßnahme deutlich verteuern, das kann nicht im Sinne der kleinen Gemeinden sein“.

Einige Landespolitiker haben ja Pläne aufgebracht, wonach jedes Fahrzeug über 3,5 Tonnen eine Mautabgabe auf dem niederrangigen Straßennetz zahlen sollte. Ende April soll auf Ebene der Landespolitiker darüber entschieden werden, ob die Bundesländer ihre Mautpläne weiterverfolgen, oder nicht.

Mautbefürworter meinen, es brauche eine solche Abgabe, um den Erhalt und Ausbau der Straßen zu finanzieren. Dass dies aber so gar nicht stimmt, zeigt ein Blick auf die Zahlen: die Einnahmen der Länder aus Steuern für den Straßenverkehr sind von 2003 bis 2014 um 131 Prozent gestiegen – während die Ausgaben für den Straßenbau um sechs Prozent sanken.

Maut wäre katastrophal für Tirols Regionen

Man muss keinen Lkw besitzen, um die Lkw-Maut mitzuzahlen. Denn gerade kleine Betriebe, ganz besonders in strukturschwachen Regionen, könnten eine Zusatzbelastung durch eine Maut auf Dauer nicht schlucken – Preiserhöhungen wären die zwangsläufige Folge. Denn anders als zuletzt medial verbreitet „bringt“ die Mega-Maut keinesfalls 651 Mio. Euro. „Sie bringt nichts, ganz im Gegenteil, sie kostet: Jeden Tiroler und jede Tirolerin im Schnitt 90 Euro pro Jahr“, bringt WK-Präsident Jürgen Bodenseer Licht in die Sache.

Und so hält Christoph Leitl, Präsident der WKO, fest: „Eine flächendeckende Maut für alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen wäre ein Abschlag von einem möglichen Wirtschaftswachstum, ein Anschlag auf die Kaufkraft und ein Rückschlag für strukturschwache Regionen, die wir erst mit öffentlichen Mitteln gestützt haben!“

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