Arbeitgeber geben Arbeit

KOMMENTAR

Den Leistungsträgern wird Leistung tragen schwer gemacht. Den Arbeitgebern Arbeit geben. Und ihr wundert euch, dass der Aufschwung ausbleibt?

 

Die Wertschätzung gegenüber Unternehmern ist im Keller. Deswegen ist der Aufschwung auch dort.

Die Unternehmer müssen mit Pauschalverdächtigungen und Unterstellungen zu Recht kommen. Bei den Arbeitszeiten rechnet die Arbeiterkammer vor, dass die Unternehmer zu blöd sind, selbige gut zu verteilen – und vergisst dabei völlig die Kunden und die Praxis. Bei der Diskussion um die Registrierkassen konnten sich die Selbständigen anhören, dass sie generell Steuern hinterziehen. Die Touristiker müssen sich sowieso ständig rechtfertigen, wie sie es ihren Mitarbeitern zumuten können, am Abend und an den Wochenenden zu arbeiten. Und hinter jeder Insolvenz wird kriminelle Energie vermutet.

Diese Haltung führt zu folgenden Ratschlägen an die Jugend: Gründet in Österreich bloß kein Unternehmen; nennt euch um Himmels Willen nicht Geschäftsführer oder gar Unternehmer. Werdet Aktivisten, Sozialexperten oder Beamte. Erwirtschaftet keinen Gewinn – das ruft nur die Neider auf den Plan. Und wenn ihr scheitert, rechnet mit dem Schlimmsten – aber sicher nicht mit Verständnis. Jetzt mag das ein wenig zugespitzt sein, aber im Kern stimmt’s schon: Die Wertschätzung für unternehmerische Leistungen ist enden wollend. In Österreich fehlt der politische Unternehmergeist.

Eben weil es so ist, gibt es zu wenig Betriebe und zu viele Arbeitslose. Man muss den Begriff nur wörtlich nehmen: Es heißt Arbeitgeber – das sind die Leute, die Arbeit geben. Jobs kommen nicht vom Staat, nicht von der Arbeiterkammer und schon gar nicht von der Gewerkschaft. Zu wenig Arbeitgeber = zu wenig Arbeitnehmer, das ist eine ganz simple Gleichung. Dabei wäre es so einfach: Lasst den Unternehmern mehr Luft, dann geht auch dem Standort die Puste nicht aus, meint


Schreiben Sie dem Raben: der@rabe.co.at

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