Was wirklich wichtig ist

KOMMENTAR

Raben und Menschen haben eines gemeinsam: Sie regen sich über Kleinigkeiten auf. Dabei ist es das Große, was zählt.

 

Raben und Menschen verzetteln sich leicht in kleinkariertem Denken. Bis ein Schicksalsschlag klar macht, dass im Leben andere Dinge zählen.

Wir streiten wegen Kleinigkeiten. Wir kämpfen um jeden Zentimeter, um unsere Meinung zu verteidigen. Wir ärgern uns über einen Nebensatz, der im Eifer gefallen ist, und legen ihn auf die Goldwaage. Und bauschen diese unwichtige Bemerkung zu einem Skandal auf, auf dem wir tagelang herum reiten. Beide Seiten laufen mit hochrotem Köpfchen herum und sind sich sicher, die Wahrheit mit dem Löffel gefressen zu haben. Und dann wundern wir uns, warum die Fronten verhärtet sind und nichts weiter geht. Das ist bei euch Menschen nicht anders wie bei uns Raben.

Bis wie ein Blitz aus heiterem Himmel eine Nachricht wie diese in unserer kleinkarierten Welt einschlägt: Der Direktor der Wirtschaftskammer, ein Mann im besten Alter, wird von einer Lawine aus dem Leben gerissen. Plötzlich wird alles ganz klein. Unsere künstlichen Probleme schrumpfen zu weitgehend belanglosem Geplänkel.

Vielleicht sollten wir eines aus solchen Schicksalsschlägen lernen: Nicht alles ist es wert, dass wir uns darüber aufregen. Und nicht alles ist so unvereinbar, wie wir es gerne darstellen. In vielen Fällen wäre es gescheiter, gemeinsame Lösungen, anstatt nur den eigenen Vorteil zu suchen. Wenn es beispielsweise um Arbeitsplätze geht, ziehen Arbeitgeber und Arbeitnehmer über weite Strecken an einem Strang: Beide wollen den Standort so gestalten, dass es Einkommen, Sicherheit und Arbeitsfreude für alle gibt. Vielleicht sollten wir uns einfach öfter selbst an der Nase nehmen und ab und zu an das große Ganze denken, meint ein betroffener

Rabe


Schreiben Sie dem Raben: der@rabe.co.at

Zum Archiv: www.rabe.co.at

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