Wirtschaft bleibt bei ihrem Nein zum sektoralen Fahrverbot

Der Beschluss der Tiroler Landesregierung, ein Fahrverbot für schadstoffreiche Lkw sowie das sektorale Fahrverbot in Tirol einzuführen, verfehlt verkehrspolitisch seine Wirkung. Eine Entschärfung der Schadstoffsituation im Tiroler Unterland wird damit nicht erreicht. WK-Präsident Jürgen Bodenseer spricht sich einmal mehr für eine Verlagerung auf die Schiene als gemeinsame europäische Lösung aus.

„Das sektorale Fahrverbot und die vorgeschlagenen Fahrverbote für Lkw verfehlen ihren Sinn“, sagt WK-Präsident Jürgen Bodenseer zum heutigen Beschluss der Landesregierung. „Eine Ausnahme vom sektoralen Fahrverbot für Euro-6-Lkw bedeutet schlicht und ergreifend, dass kein einziger internationaler Lkw weniger durch Tirol fahren wird.“ Derzeit sind genügend Euro-6-Lkw am Markt, um diese Transporte zu bewältigen. Wegen der Ausnahmen für den regionalen Kurzstreckenverkehr werden auch in diesem Bereich keine signifikanten Verbesserungen der Schadstoffkonzentrationen zu erwarten sein.

Das Vorziehen des Verbots für Euro-3-Fahrzeuge wird ebenfalls keinen einzigen internationalen Transport durch Tirol verhindern. „Das bringt niemandem etwas und schadet nur der heimischen Wirtschaft“, kommentiert Bodenseer.

Verlagerung auf Schiene forcieren

Eine gewünschte und langfristig auch notwendige Verlagerung von nicht terminsensiblen Gütern und Langstreckentransporten von der Straße auf die Schiene ist für den WK-Präsidenten die Aufgabe der europäischen Verkehrspolitik: „Dazu muss ein europäischer Aktionsplan über etwa zehn Jahre erarbeitet werden, der am Ende mit einer entsprechenden konkurrenzfähigen Tarifpolitik auf der Straße und der Schiene, europaweit angepassten Straßenmauten und entsprechenden Verladestellen eine Basis für die künftige moderne Transportwirtschaft darstellt.“

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