“Erfolg ist, ein Ziel zu haben und dieses auch zu erreichen”

wirtschaft.tirol INTERVIEW

Jutta Kleinschmidt ist eine der weltweit erfolgreichsten Frauen im Motorsport. Daneben betätigt sie sich heute als Keynote-Speakerin. wirtschaft.tirol hat Jutta Kleinschmidt zu einem persönlichen Gespräch über Frauen im Motorsport, Inspiration und Wirtschaft getroffen.

Als bisher einzige Frau weltweit hat Jutta Kleinschmidt die Gesamtwertung der Rallye Dakar gewinnen können. Kleinschmidt, eigentlich gelernte Physikerin, ist in ihrer zweiten Karriere als Keynote-Speakerin zu Gast beim 5. Tiroler Wissensforum am 20. Mai im WIFI in Innsbruck. Die erfolgreiche Rennfahrerin spricht bei diesem exklusiven Unternehmertreff zum Thema „Herausforderungen – Der Grundstein zum Erfolg.“

wirtschaft.tirol: Wie sind Sie zum Motorsport gekommen?

Jutta Kleinschmidt: Über mein Hobby Motorradfahren. Ich habe 1987 als Urlauberin die Rallye Paris-Dakar begleitet. Danach wusste ich: Ich möchte die Paris-Dakar in Wertung fahren. Der Marathon-Sport ist für mich eine tolle Mischung aus Abenteuer, Technik und Rennen fahren.

Wie ist es für Frauen im Motorsport?

Generell ist es gleich schwer für Männer und Frauen. Als Frau hat man am Anfang den Vorteil, dass man schneller Aufmerksamkeit genießt. Das hält aber nicht lange an, wenn die Leistung nicht stimmt. Ein Nachteil ist, dass Frauen es in Teams erfahrungsgemäß immer noch schwerer haben, siegfähiges Material zu bekommen. Das wird eher an Männer vergeben, da allgemein noch die Meinung herrscht, dass Männer doch noch etwas schneller sind.

Wie lange können Karrieren im Marathon-Sport dauern?

Unser Sport ist nicht so schnelllebig wie etwa die Formel 1. Marathon-Rallyes kann man länger fahren, da Erfahrungen – etwa die Beurteilung von Gelände oder anderen spezifischen Situationen – in viel höherem Maße eingebracht werden können als in anderen Sportarten. Es gibt erfolgreiche Piloten, die bereits 50 Jahre und älter sind und noch immer zur Spitze zählen.

Wie fühlt man sich als Frau in einer Männerdomäne?

Frauen sind genauso normale Teilnehmer wie Männer. Ich denke, dass die Talentierungen gleich sind. Frauen brauchen genauso wie Männer den Siegeswillen, um wirklich erfolgreich zu sein.

Ihr Thema beim fünften Tiroler Wissensforum lautet „Herausforderungen, der Grundstein zum Erfolg” – welche Inspiration holen Sie sich privat wie beruflich aus dem Motorsport, wie motivieren Sie sich?

Im Motorsport gibt es nur Erfolg, wenn das ganze Team an einem Strang zieht. Der Fahrer oder ein Einzelner im Team kann es nicht alleine schaffen. Motorsport ist eine große Herausforderung. Ich habe gelernt diese Herausforderung anzunehmen und zu meistern. Zum Erfolg gehören auch Rückschläge. Den Umgang damit kann man lernen. Um sein Ziel zu erreichen, muss man manchmal seine eigene Komfortzone verlassen und sich auf neue Wege begeben.

Was können Unternehmer von Rallye-Siegern lernen?

Die Erfahrungen aus dem Motorsport lassen sich gut in die Geschäftswelt transferieren. Auch hier benötigt man viel Fleiß und Durchhaltevermögen, um sein Ziel zu erreichen.

 

5. Tiroler Wissensforum – Exklusives Unternehmer-Treffen
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