Zählen Pfuscher mehr als ehrliche Betriebe?

Schwarzarbeit richtet jährlich immensen Schaden an – die Pfuschbekämpfung der Wirtschaftskammer Tirol steht jedoch am medialen Pranger. Zu Unrecht! Denn ohne fairen Wettbewerb funktioniert der Markt nicht. Die Bekämpfung des Pfuschs in Tirol ist somit eine zentrale Aufgabe der WK.

Gewerbliche Pfuscherpartien richten im Land großen Schaden an: Der Pfusch erreicht in Tirol pro Jahr ein Volumen von rund 1,6 Milliarden Euro – das entspricht der Hälfte des Landesbudgets. “Am medialen Pranger eines Tiroler Großformates stehen aber nicht die Pfuscherkolonnen, sondern der Bereich Wettbewerbsschutz der WK Tirol, der sich fairen Wettbewerbsbedingungen widmet”, stellt WK-Präsident Jürgen Bodenseer fest.

In dieser Angelegenheit sind inzwischen Ursache und Wirkung, Täter und Opfer, Anlassfall und Auswirkungen völlig durcheinandergekommen. Begonnen hat alles mit der zwingend notwendigen fristlosen Entlassung eines WK-Mitarbeiters (siehe Artikel unten). Dieser hat sich, wohl schlecht beraten durch seinen Anwalt, an ein Tiroler Großformat gewandt. In mehreren Artikeln ging es von Anfang an nicht um die Entlassung, sondern es wurde in allen Facetten eine vorgefasste Behauptung vertieft, nämlich: Die WK verfüge über keine rechtliche Grundlage zur Pfuschbekämpfung.

Pfuschbekämpfung schützt korrekt arbeitende Unternehmen

Besonders befremdend ist die Vehemenz, mit der die gewerbliche Pfuscherbekämpfung durch die Wirtschaftskammer angegriffen wird, obwohl es sich um Steuerhinterzieher und Sozialbetrüger handelt. Mittlerweile sind auch die Arbeiterkammer, die Gewerkschaft und die Grünen aufgesprungen, um politisches Kleingeld zu münzen. Somit droht der Schutz von korrekt und fair arbeitenden Unternehmen zum Kollateralschaden dieser medialen Auseinandersetzung zu werden.

Da die Vorwürfe massiv sind und die Recherchen lückenhaft, wird in der untenstehenden Fact Box im Einzelnen dazu Stellung genommen. Die Frage der Berechtigung der WK zur Pfuschbekämpfung ist im Gesetz klar geregelt. Es ist eine zentrale Aufgabe der Wirtschaftskammer, dass alle Teilnehmer am Markt die Spielregeln einhalten. Auch legte und legt die WK Tirol größten Wert darauf, dass die Mitarbeiter des Bereichs Wettbewerbsschutz beratend agieren und nicht als behördliche Organe auftreten.

“Schwarzarbeit im großen Stil kostet in Tirol Tausende Arbeitsplätze und drängt heimische Betriebe mit heimischen Arbeitskräften aus dem Markt. Die Wirtschaftskammer hat dafür kein Verständnis und wird sich auch nicht medial dabei unterkriegen lassen”, erklärt Bodenseer.

 

Die Fakten zur Pfuschbekämpfung
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