Cura Cosmetic: Der Schönheit auf der Spur

Vorsprung durch Innovation: Das Innsbrucker Unternehmen Cura Cosmetic entwickelt Marken, Konzepte und Vermarktungsstrategien für Kosmetika. Vertrieben wird via Teleshopping und Drogeriemärkte.

“Wir sind von diesem Platz begeistert”, sagt Roland Kohl. Der Geschäftsführer von Cura Cosmetic lehnt sich in seinem Schreibtischsessel zurück und richtet seinen Blick auf die Innsbrucker Seegrube. Vor ein paar Monaten ist das Kosmetikunternehmen in das neu errichtete Betriebsgebäude in die Dr.-Franz-Werner-Straße gezogen. Büros, Lager, Konfektionierung sowie ein hochmodernes Testinstitut sind nun unter einem Dach vereint.

Cura entwickelt Marken, Marketingkonzepte und Vermarktungsstrategien im Bereich Kosmetik. Die Produkte werden via Teleshopping in Deutschland (Marktführer!), Frankreich, England und Russland vertrieben sowie europaweit in Drogeriemärkten. Exportquote: 95 Prozent.

„Wir haben den Umzug eineinhalb Jahre vorbereitet”, erklärt Kohl. „Bisher hatten wir die Logistik ausgelagert, in diesen Dingen fehlte uns also jegliche Erfahrung.” Und so mietete Cura im kleinen Stil Lager und Konfektionsfläche und spielte durch, ob die Schritte funktionierten und die Kalkulationen richtig waren – ehe Ende 2015 an den neuen Standort übersiedelt wurde.

Marktnische Teleshopping

Als der Henkel-Schwarzkopf Konzern vor 17 Jahren aus Tirol abwanderte, beschlossen Roland Kohl und drei ehemalige Mitarbeiter, mit Cura eine eigene Firma zu gründen. „Ich hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt, mich selbstständig zu machen. Das war der richtige Zeitpunkt dafür.” Der Schritt war mutig, die ersten fünf Jahre alles andere als leicht. „Wir haben ohne Kunden und ohne Produkt angefangen. Wir mussten erst unseren Platz im Markt finden”, erzählt Kohl, während er auf dem Weg zu Verkauf und Vertrieb die lichtdurchfluteten Büros der Entwicklungs- und Parfümabteilung passiert. Doch es war nicht Cura, die ihre Nische fand, „die Nische hat uns gefunden.” Cura hatte das Know-how, die Erfahrung und suchte jemanden, der diese präsentieren und verkaufen konnte. „Teleshopping macht etwa fünf Prozent des gesamten Marktes aus, ist für die großen Konzerne also uninteressant. Für uns war es die ideale Marktnische.”

Konfektionierung

Fleißige Hände verpacken die Artikel für den Vertrieb via Teleshopping. Foto: Cura Cosmetic

Doch Cura Cosmetic hat von Anfang an breiter gedacht: 40 Prozent der Produkte wird über Drogeriemärkte vertrieben. „Es sind zwei komplett verschiedene Bereiche, die als Gemeinsamkeit einzig Kosmetik als Produkt haben”, sagt Kohl und öffnet das Tor zum großzügigen Hochregallager. 15 Meter Raumhöhe, 1.870 Paletten und modernste Infrastruktur. Mit dem 6,5 Millionen Euro schweren Bau trat der international erfolgreiche Betrieb, mit 75 Mitarbeitern und einem jährlichen Umsatz von 40 Millionen Euro, verstärkt in die Öffentlichkeit.

Stetige Innovation

Um der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein, investiert Cura permanent in Forschung und Entwicklung. So wird etwa, gemeinsam mit der Uni Innsbruck, versucht, in heimischen Alpenpflanzen neue Wirkstoffe für die Schönheitspflege zu finden – die dann in die Entwicklung neuer Produkte, beispielsweise die Edelweiß-Linie, fließen. „Das Projekt läuft über drei Jahre. Die Ansätze sind vielversprechend.”

Wie die Produkte bei den Kunden wirken, überprüft Cura auch im eigenen Testlabor. Aus einem Pool von 750 Personen werden pro Produkt 30 Probanden ausgesucht, um etwa die Tiefe der Falten, die Hautfeuchtigkeit, Elastizität oder Pigmentierung genauestens zu dokumentieren. Gemessen wird vor der Behandlung und je zwei und vier Wochen während der Anwendung. Vorsprung durch Wissenschaft.

Und während sich die Testpersonen vermessen lassen, die Mitarbeiter Paletten an ihren Platz hieven und fleißige Hände Artikel für den Teleshopping-Verkauf verpacken, sitzt Roland Kohl wieder hinter seinem Schreibtisch – mit Blick auf die Seegrube.

» Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Cura Cosmetic.

 

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