Dummverteilung

ιKOMMENTAR

Neue Steuerideen sind schnell zur Hand – diesmal in Form der “Wertschöpfungsabgabe”. Mehr braucht’s nicht!

 

Wertschöpfungsabgabe – die nächste Schnapsidee.

Kaum ist die Steuerreform in Kraft, tauchen schon wieder neue Ideen auf. Und wieder einmal ist es die linke Reichshälfte eurer Politik, die mit Vorschlägen von sich reden macht. Einsparungen bei den Staatsausgaben? Echte Reformen im Pensions- und Sozialsystem? Unterstützung der Betriebe bei der Schaffung von Arbeitsplätzen? Weit gefehlt! Es ist wieder einmal eine neue Steuer, mit der die roten Vordenker glänzen. Diesmal in Form einer „Wertschöpfungsabgabe“, wie diese nebulös genannt wird.

Dabei ist die Idee nicht einmal neu. Das Steuer-Ungeheuer war schon einmal da – in den Achtzigerjahren. Doch damals wurde die „Maschinensteuer“, wie sie auch genannt wird, aus guten Gründen nicht eingeführt. Die Steuer sei „überlebensnotwendig für das Sozialsystem“, heißt es jetzt dreißig Jahre später von euren Genossen Hundstorfer und Blecha. Dass diese Abgabe das Todesurteil für die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe wäre, sagen sie nicht dazu. Geht es wirklich nur mehr um die Polsterung der Sozialen Hängematte? Ohne Rücksicht darauf, dass mit einer Wertschöpfungsabgabe all jene Betriebe bestraft werden, die auf Innovationen und Investitionen in die Zukunft setzen?

So, wie die Mehrwertsteuer keinen Mehrwert schafft, die Vergnügungssteuer kein Vergnügen bereitet, so produziert auch die Wertschöpfungsabgabe keine Wertschöpfung. Im Gegenteil: Sie ist in Wahrheit eine Wertschröpfungsabgabe mit einem unappetitlichen und fetten „r“ in der Mitte. Und das, obwohl Österreich bereits jetzt zur Handvoll Staaten mit der höchsten Schröpferquote zählt. Neue Steuern sind so ziemlich das Letzte, was ihr jetzt braucht – sonst wird die Umverteilung endgültig zur Dummverteilung, meint

Euer Rabe


Schreiben Sie dem Raben: der@rabe.co.at

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