HIAG: Holz in Aluminium gestaltet

Der Osttiroler Spezialist für den Balkonbau hat sich den Entwicklungen angepasst und verwendet anstelle von Holz Aluminium. In den entworfenen Profilen von HIAG steckt viel Innovation.

Ein einfacher Knopfdruck. Der Uni-Tower vor der Werkstatt von HIAG (Holz – Innen- und Außengestaltung) im Osttrioler Debant setzt sich in Bewegung. Eine der 28 Kassetten, mit denen der neun Meter hohe Turm bestückt ist, fährt herunter und gibt den Blick frei auf Aluminiumteile in Holzoptik.

„Mit diesem Paternostersystem können wir die Teile nun bequem bearbeiten”, erklärt Geschäftsführer Hubert Stotter. Der Turm ist Teil der 850.000 Euro umfassenden Investition, die der Betrieb im letzten Jahr getätigt hat. „Wir haben die Büros und Produktion erweitert und die Lagerlogistik optimiert.” Früher mussten die Aluprofile mit Staplern hin- und hertransportiert werden, was sehr zeit- und kostenintensiv war. „Nun kann das vollautomatisch vom Inneren der Werkstatt gesteuert werden.”

Vor 41 Jahren gründeten Stotters Vater, Alfons Haspinger und Max Gerl den Betrieb. Am Anfang handelten sie mit Profilbrettern, Innenverkleidungen und Böden. Mit Aufkommen der Baumärkte war es notwendig, sich anderweitig zu orientieren. So spezialisierte sich das Osttiroler Unternehmen auf den Balkonbau. „In den 41 Jahren wurden ca. 280.000 Laufmeter Balkon produziert – das entspricht in etwa der Strecke von Nussdorf/Debant bis nach Klagenfurt und retour”, fasst Stotter die Zahlen in ein Beispiel.

Hiag Mitarbeiter, Werkstatt

Der Balkonspezialist verwendet Aluminium anstelle von Holz für seine Produkte. Foto: Hiag

Durch die ständig steigende Nachfrage nach alternativen Materialien zum Holzbalkon, sprich wartungsfreie Geländer, „setzten wir den Schritt hin zum Aluminiumbalkon. Wir haben eigene Profile entwickelt und mit dem Einsatz unserer 23 Mitarbeiter ein neues Produkt auf die Beine gestellt. So steht Hiag heute für Holz in Alu gestaltet.”

Die Profile entwickelt Stotter selbst. Dabei ist viel Innovation und Know-how dabei. „Dieses hier ist so konstruiert, dass das Wasser gut abfließen kann”, erklärt der Chef. Der Laie erkennt keinen Unterschied, die Gestaltungsmöglichkeiten sind groß, auch in Kombination mit Glas und anderen modernen Elementen und Materialien. „Wenn wir auf Messen sind, müssen wir oft den Klopftest machen, weil uns die Besucher nicht glauben, dass es Alu und nicht Holz ist”, sagt Stotter lachend. Und der Vorteil liegt klar auf der Hand: Der Balkon ist nahezu wartungsfrei. Es reicht eine einfache Reinigung.

In den 40 Jahren haben wir 280.000 Laufmeter Balkon produziert. Das entspricht einer Strecke von Debant bis Klagenfurt und retour.”

Hubert Stotter

Was die Qualität und das System anbelangt, braucht Hiag den Vergleich mit anderen Unternehmen in diesem Bereich nicht zu scheuen. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken”, betont der innovative Tischlermeister. Seit 2005 ist der Betrieb „Qualitäts Handwerk Tirol-geprüft.”

Darüber hinaus spielt auch der Umweltgedanke eine wichtige Rolle. „50 Prozent des Energiebedarfs für die Produktion stammt aus der 25 KWp Fotovoltaik-Anlage, die, so wie der Tower, ebenfalls Teil der jüngsten Investitionen war”, sagt Stotter und sieht dabei zu, wie die nächste Kassette mit Aluprofilen zur Bearbeitung in die Tiefe fährt.

 

» Mehr zum Balkonspezialisten Hiag finden Sie auf der Homepage von Hiag.

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