Wie wir in Zukunft leben und arbeiten werden

Die Welt wird sich in den nächsten 25 Jahren massiv verändern. Für Zukunftsforscher Ulrich Reinhardt ist Optimismus Pflicht und er verrät, wie sich Unternehmen schon heute auf die Zukunft vorbereiten können.

Die Zukunft beginnt heute – und zwar mit jenen Vorstellungen, die Menschen von ihrem künftigen Alltag haben. Deshalb hat das Online-Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent bei einigen Österreichern nachgefragt: 76 Prozent der Befragten gehen von einer stark veränderten Welt in den nächsten 25 Jahren aus. Mit den größten Fortschritten rechnen die Menschen bei Kommunikation und Medien, Gesundheit und Pharma sowie bei den Autos. Für 74 Prozent werden selbstfahrende Autos Realität sein. Elektroautos sollten sich durchsetzen. Nach Annahme jedes Zweiten wird die Haustür mit Fingerprint geöffnet, nur ein Drittel vermutet mittels Augenscreening. Für realistisch halten viele, dass künftig Roboter zu Haushaltshilfen werden und Drohnen die Pakete zustellen.

Eine bargeldlose Gesellschaft halten die Befragten für undenkbar. Drei von fünf Befragten gehen davon aus, dass es 2040 den Euro als Währung noch geben wird. Glaubt man den Befragten, kommt es zu einer Neuordnung der Wirtschaftskräfte, mit China, USA und Russland an der Spitze.

Im Jahr 2040 halten 40 Prozent einen Urlaubs-Flug ins Weltall für möglich, genauso wie Frauen im Priesteramt der katholischen Kirche. Wie realistisch diese Vorstellungen sind, lässt sich heute schwer abschätzen. Aber Unternehmer sollten gewisse Trends nicht aus den Augen verlieren, optimistisch bleiben und Krisen als Chance sehen.

 

wirtschaft.tirol INTERVIEW

Ulrich Reinhardt: “Optimismus ist Pflicht!”

wirtschaft.tirol: Wie wird sich der Alltag in der Zukunft verändern?

Ulrich Reinhardt: Aus wissenschaftlicher Sicht wird die Zukunft besser sein als die Vergangenheit. Es ist sehr sicher, dass das Wirtschaftswachstum anhalten wird und damit der allgemeine Wohlstand. Viele Ängste und Sorgen der Menschen sind irrational. Aber die Frage ist, wie gehen wir mit diesen Unsicherheiten um und werden die Menschen diesen Weg mitgehen.

Mit welchen Themen sollten sich Unternehmer beschäftigen, um für morgen gerüstet zu sein?

Das Unternehmertum wird stark geprägt sein durch die demografische Entwicklung. Ich glaube, es wird mit 50 Jahren einen Restart geben und es werden wieder mehr ältere Arbeitnehmer im Erwerbsprozess stehen. Es wird darum gehen, nicht Jung gegen Alt auszuspielen, sondern Jung und Alt gemeinsam in die Unternehmen zu integrieren. Die zweite große Veränderung wird die Feminisierung der Arbeitswelt sein. Frauen sind in vielen Bereichen besser qualifiziert, aber das hat in den Führungsetagen noch keinen Widerhall gefunden. Zudem sollten sich Frauen nicht mehr entscheiden müssen, denn sie wollen beides: Kind und Karriere.

Was ist für die Zukunft wichtig?

Wir müssen wieder anfangen, optimistischer zu denken. Optimismus ist Pflicht und das Motto für die Zukunft. Österreich und Deutschland gehören zu den reichsten und wohlhabendsten Ländern der Welt. Wir können die Zukunft erfolgreich gestalten, wir müssen es nur vernünftig angehen.

 


Professor Ulrich Reinhardt ist wissenschaftlicher Leiter der “BAT-Stiftung für Zukunftsfragen” in Hamburg.

 

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