Tiroler Bauwirtschaft will Schwung mitnehmen

Die Unternehmen der Tiroler Bauindustrie und des Tiroler Baugewerbes verzeichnen eine leichte Aufwärtstendenz – von der öffentlichen Hand werden Impulse durch Investitionen gefordert.

„Richtig angesprungen ist der gesamtwirtschaftliche Konjunktur-Motor nach wie vor nicht. Das spüren unsere Betriebe natürlich. Allerdings hat sich in den vergangenen Monaten ein leichter Aufwärtstrend abgezeichnet“, kommentieren Manfred Lechner, Sprecher der Tiroler Bauindustrie, und Anton Rieder, Sprecher des Tiroler Baugewerbes, die Ergebnisse der aktuellen Auftragnehmer-Befragung „Tiroler Bauvorschau“. Ihre Einschätzung wird vom aktuellen „Baubranchenindex“ (BBI) unterstrichen, der das Stimmungsbild in den Unternehmen der Tiroler Bauindustrie und des Tiroler Baugewerbes widerspiegelt. „Die aktuelle Situation wird von den Unternehmen nach Schulnotensystem durchschnittlich mit 2,77 bewertet. Das ist deutlich positiver als noch vor einem Jahr – damals lag der Durchschnittswert bei 3,03“, stellen Lechner und Rieder fest.

Manfred Lechner“Die Stimmung bei unseren Unternehmen ist aktuell deutlich positiver als noch vor einem Jahr.“

Manfred Lechner

Die Auftragnehmer-Befragung zeigt außerdem, dass sechs von zehn Unternehmen die aktuelle Geschäftslage mit sehr gut bzw. gut bewerten. Lediglich 9,5 Prozent geben an, dass die aktuelle Geschäftslage genügend oder nicht genügend sei (2014 lag dieser Anteil noch bei 13,1%). Tendenziell positiv entwickelt hat sich 2015 auch der bauwirksame Produktionswert (Umsatz): 33,1 Prozent der Unternehmen verzeichnen einen Anstieg. Bei 48 Prozent ist der Umsatz gleich geblieben, bei 18,9 Prozent gesunken.

Für das Jahr 2016 erwarten rund 12 Prozent eine Steigerung des Umsatzes. Mit knapp 61 Prozent schätzt der Großteil der Unternehmen, dass dieser gleich bleiben wird und jedes vierte Unternehmen sieht derzeit für 2016 einen Rückgang des bauwirksamen Produktionswertes im eigenen Unternehmen.

Anton Rieder“Gerade in den Bereichen Hoch- und Tiefbau sowie im Verkehrswegebau dürfen notwendige Maßnahmen nicht zurückstellt und aufgeschoben werden.”

Anton Rieder

Wie sich die Baubranche im kommenden Jahr tatsächlich entwickeln wird, hängt maßgeblich davon ab, welche Impulse – nicht zuletzt – von der öffentlichen Hand gesetzt werden. „Grundsätzlich blicken wir vorsichtig optimistisch in die nahe Zukunft. Besonders wichtig ist es für unsere Betriebe nun, dass Investitionen von Bund, Land und Gemeinden getätigt werden. Gerade in den Bereichen Hoch- und Tiefbau sowie im Verkehrswegebau dürfen notwendige Maßnahmen nicht zurückstellt und aufgeschoben werden. Dann sind wir zuversichtlich, dass die positiven Entwicklungen in der Tiroler Bauwirtschaft auch im Jahr 2016 ihre Fortsetzung finden“, schließen die Branchen-Sprecher.

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