“In Polen gibt es in jeder Branche neue Chancen”

Polens Wirtschaft entwickelt sich seit Jahren sehr solide, Österreichs Exporte haben kräftig zugelegt. Höchste Zeit für Tiroler Unternehmen, einen Fuß in den polnischen Markt zu setzen, sagt Karl Schmidt, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Polen, im Interview mit wirtschaft.tirol.

 

wirtschaft.tirol INTERVIEW

wirtschaft.tirol: Wie ist die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung in Polen?KarlSchmidt2015

Karl Schmidt: Mehr als zehn Jahre nach dem EU-Beitritt ist Polen zu einem „Musterschüler“ in puncto wirtschaftliche Entwicklung geworden: Als einziges Land rutschte Polen 2009 nicht in die Rezession, auch derzeit sind BIP-Wachstumsraten von 3,5 Prozent bei praktisch null Inflation zu verzeichnen. Die Arbeitslosenrate sinkt und die Handelsbilanz könnte erstmals ins Positive drehen. Schon 2016 wäre ein Beitritt zum Euroraum möglich, der Regierungswechsel lässt jedoch viele Fragen offen.

Welche Marktchancen sehen Sie für Tiroler Unternehmen?

Polen ist „Europameister“ bei EU-Förderungen: Bis 2020 sind allein aus dem Kohäsionsfonds mehr als 80 Milliarden Euro zugesagt, davon fast ein Drittel für die Verkehrsinfrastruktur. Firmen wie Swarco oder ILF sind schon gut unterwegs, aber bei florierender Konjunktur gibt es in fast jeder Branche neue Chancen. Wir sind mit vielen Tiroler Unternehmen in Kontakt und helfen gerne beim Markteintritt.

Was gibt es beim Eintritt in den polnischen Markt zu beachten?

Wichtig ist der feste Entschluss, sich voll und ganz in Polen zu engagieren und nicht nur nebenher auf den Markt zu schielen. Ein Besuch vor Ort mit persönlichem Kontakt wird sehr geschätzt. Umgekehrt verbinden polnische Geschäftsleute und Manager gerne Urlaub und Business in „Austria“, sprechen gut Englisch und oft auch Deutsch. Im Wintertourismus ist Polen schon unser achtwichtigster Quellmarkt.


Karl Schmidt ist österreichischer Wirtchaftsdelegierter in Polen.

 

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