Digitalisierung: Willkommen in der Zeit der Übergänge

Chance oder Risiko: Beim Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Tirol trafen sich Präsidium und Spartenvertreter, um gemeinsame Vorhaben zu diskutieren. Ein Punkt waren Pro und Contra der Digitalisierung und deren Auswirkung.   

Die Wirtschaftskammer Tirol fordert gleiche Rechte für alle Anbieter und mehr Augenmaß der Politik bei der Gesetzgebung vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung. Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung? „Kundenerlebnisse werden immer wichtiger, Plattformen eröffnen neue Märkte, die Produktivität wird gesteigert und man ist immer und überall erreichbar“, so WK-Vizepräsidentin Barbara M. Thaler (im Bild oben mit Goldschmied Peter Pfötscher (l.) und FG-Obmann UBIT Christoph Holz). Doch 30 Prozent der Einzelhändler hätten nicht einmal eine Website, so die Vizepräsidentin.

„Sieben Milliarden Euro wird in Österreich im Internet eingekauft, doch davon gehen 50 Prozent ins Ausland. Das ist sehr schade.“

Barbara M. Thaler

Fairness ist wichtig

„Zum einen muss man sagen, dass ganz Europa die erste Welle der Digitalisierung verschlafen hat. Von Facebook bis Google befindet sich alles in amerikanischer Hand. Zum anderen müssen wir nun versuchen, die zweite Welle bestmöglich zu nutzen“, erklärt Christoph Holz, Fachgruppenobmann der Unternehmensberatung und Informationstechnologie. Das Internet birgt Chance und Risiko. „Unseren Betrieben werden dadurch völlig neue Märkte eröffnet. Gleichzeitig drängen damit aber auch Anbieter von außen auf unseren Markt“, weiß Barbara M. Thaler.

„Wir fürchten keinen Wettbewerb, wir sind gut. Aber Fairness ist wichtig, zum Beispiel bei Airbnb. Wettbewerbsregeln müssen eingehalten werden.“

Christoph Holz

Hier wird an der Gewerbeordnung vorbeigearbeitet, die werden nicht mal vom Staat geprüft und sparen sich sämtliche Abgaben. Es ist nicht fair, wenn Regeln nur bei uns stattfinden.“ Vorreiter und ein glückliches Beispiel für den digitalen Wandel ist die Goldschmiede Pfötscher in Innsbruck, ein Familienbetrieb seit über 30 Jahren. Peter Pfötscher hat sich vor zehn Jahren einen 3D-Drucker zugelegt, als einer der ersten in seiner Branche. „Heute arbeite ich mit der gleichen Computersoftware mit der der Film Avatar gemacht wurde“, lacht der Goldschmied. „Ich musste 2007 sehr viel Geld investieren, aber es hat sich doppelt gerechnet. Das war der richtige Schritt. Ich hätte sonst zusperren müssen.“ Dank seiner Pionierarbeit im eigenen Unternehmen ist auch sein Sohn mit in die Goldschmiede eingestiegen. „Das Handwerk macht wieder richtig Spaß. Egal, was die digitale Zukunft bringt. Wir sind mit dabei“, so Pfötscher.

Digitale Agenda
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