Wirtschaftsschutz

KOMMENTAR

Umweltschutz, Konsumentenschutz, Jugendschutz. Und wo bleibt der Schutz für die heimischen Betriebe? Die Wirtschaft wird in die Enge getrieben. Höchste Zeit, ihr eine Pause zu gönnen.

Es gibt bei euch eine ganze Reihe von Schutzbestimmungen, die auch ganz schön scharf kontrolliert werden. Den Naturschutz, den Konsumentenschutz, den Jugendschutz – und viele andere. Das ist verständlich und richtig. Die Grundidee dahinter ist, Schwächere vor Stärkeren zu schützen. Die Natur soll nicht ausgebeutet und zerstört werden; die Konsumenten sollen vor unlauteren Geschäftemachern und manipulierenden Konzernen bewahrt werden; die Jugend soll geschützt werden, damit sie sich in Ruhe entwickeln kann.

Eine Art von Schutz fehlt allerdings völlig: es gibt keinen Wirtschaftsschutz. Die Unternehmer müssen jede Art von unausgegorenen Auflagen ertragen, jegliche Regulierungswut verkraften, laufend neue Steuern und Abgaben schlucken und dürfen auch noch als Melkkuh der Nation herhalten. Gleichzeitig sollen sie ordentlich wachsen und gefälligst neue Mitarbeiter einstellen, denen sie eine sechste Urlaubswoche schenken, kürzere Arbeitszeiten gönnen und höhere Löhne zahlen.

Diese Einstellung stammt aus einer längst vergangenen Zeit: Auf der einen Seite gab es eine Handvoll Fabriken, auf der anderen Seite ein Heer aus rechtlosen Arbeitnehmern. Doch das hat sich radikal gewandelt: 95 Prozent eurer Tiroler Betriebe sind Kleinst- und Kleinunternehmen mit einem familiären Betriebsklima. Und die gut organisierte Arbeitnehmerschaft ist schon längst nicht mehr rechtlos. Es geht heute nicht mehr um Chefs gegen Mitarbeiter, sondern darum, gemeinsam für Jobs und Wohlstand zu kämpfen.

Eine Klassenkampf-Haltung aus dem vorletzten Jahrhundert sägt jedoch den Betrieben den Ast ab, auf dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Tirol gemeinsam sitzen, meint

Euer Rabe

 


Schreiben Sie dem Raben: der@rabe.co.at

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