Immer nur Arbeit?

KOMMENTAR

Wie viele Arbeitstage hat das Jahr eigentlich? Der Rabe rechnet nach.

Liebe Megagestresste, liebe Dauerurlaubsreife, liebe Lehrerbeneider, liebe Pensionssehnsüchtige – ich habe etwas zu eurer Beruhigung. Ein Rechenexempel, das euch staunen lässt. Aber von vorne: Ich wollte schlicht und einfach wissen, wie viele Arbeitstage das Jahr wirklich hat.

Also: Von 365 Tagen sind 250 effektive Arbeitstage. Der Rest entfällt auf Wochenenden und Feiertage. Abzüglich fünf Wochen Urlaub bleiben 225 Arbeitstage. Abzüglich durchschnittlichem Krankenstand – das sind laut Fehlzeitenreport aktuell 13 Tage pro Jahr – bleiben 212.

Umgekehrt gerechnet: 365 Tage minus 212 Arbeitstage ergibt 153 Tage ohne Arbeit. Da ein durchschnittlicher Monat bekanntlich 30 Tage hat, heißt das anders ausgedrückt: 7 Monate arbeiten, 5 Monate frei. Nicht schlecht, oder? Bei dieser Auflistung habe ich jetzt so manches private Gespräch, so manche ungeplante Pause nicht eingerechnet – da wären wir längst unter 200 Arbeitstagen.

Bis hierher ist alles ganz wertfrei, eine schlichte Rechnung ohne jeglichen Unterton. Jetzt erlaube ich mir eine kritische Anmerkung: Die Aufstellung mag im Europavergleich ein ziemlich stolzes Ergebnis sein – aus Sicht der Arbeitnehmer. Aus Sicht der Betriebe sind die hohen Freizeitwerte weniger glorreich. Irgendwann müssen Aufträge ja auch abgearbeitet werden. Und genau in dieser Situation kommt auch noch die Gewerkschaft mit neuen Forderungen daher: Sie will eine sechste Urlaubswoche (212 minus 5= 207). Und sie verlangt die flächendeckende Umsetzung der Freizeitoption, das heißt: statt der Lohnerhöhung den Ausgleich in Freizeit. Macht nochmals 3 bis 4 Tage frei.

Und jetzt frage ich euch: Ist das nicht langsam ziemlich maßlos? meint

Euer Rabe

 


Schreiben Sie dem Raben: der@rabe.co.at

Zum Archiv www.rabe.co.at

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