Michael Berger: Die innovativen Problemlöser

Das Osttiroler Unternehmen fertigt Sondermaschinen und Steuerungstechnik für namhafte Kunden auf der ganzen Welt und ist darüber hinaus auch in der Lohnfertigung tätig.

„Als ich vor zehn Jahren aufgesperrt habe, hatte ich einen Einmann-Reparaturbetrieb im Sinn“, sagt Michael Berger vom gleichnamigen Unternehmen im Lienzer Gewerbegebiet. Doch schon nach drei Monaten baute er die erste Sondermaschine. Und heute ist Berger Chef eines erfolgreichen Betriebs für Sondermaschinen, Steuerungstechnik und Lohnfertigung mit elf Mitarbeitern und namhaften Kunden auf der ganzen Welt.
„Wir bauen keine Standardmaschinen. Der Kunde sagt, was die Maschine können muss und wir planen, entwickeln und bauen sie“, bringt es der innovative Problemlöser auf den Punkt. „Natürlich erfinden wir nicht das Rad neu, aber wir entwickeln individuelle Lösungen.“ Beim Bau von Sondermaschinen, so Berger, geht es vorwiegend um Automatisierungssysteme für verschiedene Branchen, etwa die Holz- und Möbelindustrie, den technologischen Bereich oder die Blechbearbeitung.

Bergers Maschinen sind weltweit im Einsatz

Die Steuerungs-technik aus dem Hause Berger ist weltweit im Einsatz, etwa in China, Iniden, Brasilien und Russland. „Es sind mechanische Anlagen, die mit unserer Hilfe gewissermaßen zum Leben erweckt werden“, erklärt der Unternehmer. Auf dem Schreibtisch in Bergers Büro liegt ein Zeitungsausschnitt. „Das war ein spannendes Projekt“, sagt der Unternehmer und zeigt auf das Blatt Papier. Der Tribometer. Ein Gerät zur Untersuchung des Gleitreibungsverhaltens von Wintersportgeräten. „Die Maschine stand in einem 30 Meter langen Raum, der auf minus 30 Grad gekühlt wurde. Es war nötig, den Motor vorzuheizen. Bei diesem Projekt gab es viele Herausforderungen. Hat Spaß gemacht.“ Ein Dreiviertel-jahr haben Berger und sein Team an Entwicklung und Bau des Tribometers getüftelt. Durchschnittlich dauert es zwischen drei und sechs Monaten von der Planung bis zur Inbetriebnahme der Anlagen.

Lohnfertigung als drittes Standbein

Als drittes Standbein ist Berger C+C Maschinen in der Lohnfertigung tätig. In der 780 Quadratmeter großen Halle steht die riesige, neun Meter lange Fräse, mit der Anlagenteile anderer Betriebe bearbeitet werden. „Das hier ist eine von nur wenigen Fräsmaschinen in Österreich, die auf die Bearbeitung von Stahl spezialisiert ist“, erklärt Berger und deutet auf die voluminöse Anlage, die gerade ein eingespanntes Teil auf drei Hundertstel genau fräst.
Darüber hinaus baut das Unternehmen seit eineinhalb Jahren in Kooperation mit einer Schweizer Gruppe Heizwerke, die wie Container ausschauen. „Wir haben einen geprüften Schweißer im Haus, das muss man ausnutzen“, sagt der Osttiroler Unternehmer und ergänzt: „Um Schwankungen bei den Aufträgen auszugleichen, ist es wichtig, auf mehreren Standbeinen zu stehen und betriebliche Synergien zu nutzen.“

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