2018 kommt frischer Wind ins Unternehmertum

Einfachere Verfahren, mehr Möglichkeiten und erhöhte Wettbewerbsfähigkeit – für die heimischen Unternehmen verbessern sich 2018 durch die reformierte Gewerbeordnung die Rahmenbedingungen.

Die Reform der Gewerbeordnung bringt frischen Wind in Österreichs Unternehmertum. Sie bietet mehr Chancen und weniger Kosten für Österreichs Unternehmerinnen und Unternehmer!

Das neue Betriebsanlagenrecht

Verfahren werden für Unternehmer einfacher, schneller, günstiger und weniger. Das enge Regelungskorsett im Betriebsanlagenrecht wird gelockert. Mehr vereinfachte Genehmigungsverfahren, weniger Strafen sowie schnellere Erledigungen lassen den Unternehmern wieder mehr Luft für ihre Vorhaben. Das WKÖ-Projekt „zukunftstaugliches Anlagenrecht“ war die Grundlage der am 29.06.2017 im Nationalrat beschlossenen Reform.

Mehr Chancen, Weniger Kosten, Sicherheit für KMU

Der gewerberechtliche Umfang, in dem ergänzende Leistungen aus anderen Gewerben erbracht werden dürfen, wird deutlich erweitert. Es entstehen neue Geschäftsmöglichkeiten bei voller Wettbewerbsfähigkeit.

Insgesamt dürfen ergänzende Leistungen aus anderen (reglementierten und freien) Gewerben im Umfang von bis zu 30 % des Jahresumsatzes erbracht werden, ohne dafür eine eigene Gewerbeberechtigung zu benötigen. Diese müssen eine wirtschaftlich sinnvolle Ergänzung der eigenen Tätigkeit darstellen. Im Rahmen eines bestehenden Auftrags dürfen Leistungen anderer reglementierter Gewerbe übernommen werden. Diese ergänzenden Leistungen aus reglementierten Gewerben dürfen bis zu 15 % der eigenen Leistung (Auftragswert bzw. Zeitaufwand) ausmachen. Diese Grenzen müssen strikt eingehalten werden. Durch die Ausweitung der Nebenrechte benötigen heimische Betriebe weniger Gewerbeberechtigungen, diese Erleichterung führt zu einer erheblichen Kostenreduktion. Insbesondere im Bereich der freien Gewerbe kommen mehrere Gewerbeberechtigungen pro Betrieb immer wieder vor.

Bei der Ausübung von Nebenrechten aus anderen reglementierten Gewerben dient weiterhin der einzelne Auftrag als Bemessungsgrundlage – und nicht, wie ursprünglich vorgesehen, das Wirtschaftsjahr. Gemeinsam mit einer klaren Zuordnung von Kollektivverträgen sichert dies die Wettbewerbschancen für KMU.

Qualifikation des Meisters künftig sichtbarer und leichter vergleichbar

Wesentlicher Bestandteil der Reform der Gewerbeordnung ist eine klare Regelung des Kompetenzniveaus für Meister- und Befähigungsprüfungen. Damit wurde die Voraussetzung für eine Zuordnung der Meister- und Befähigungsprüfungen zum Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR) geschaffen. Im NQR werden die unterschiedlichsten Bildungsabschlüsse („Qualifikationen“) auf insgesamt acht Niveaustufen klassifiziert. Dies ermöglicht einen Vergleich unterschiedlicher Ausbildungen. Mit Hilfe des NQR werden Profil und der Wert von Qualifikationen leichter kommunizierbar. Für Unternehmen ergeben sich Vorteile vor allem durch eine höhere Transparenz und durch ein besseres Verständnis nationaler und internationaler Qualifikationen. Für Individuen wird die internationale Mobilität erleichtert.

Im NQR soll die Meisterprüfung auf Level 6 stehen und damit auf einer Ebene mit dem akademischen Bachelorabschluss. Diese Einstufung wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2018 erfolgen, die notwendigen Voraussetzungen dafür wurden bereits geschaffen. Die Qualifikation des Meisters im Betrieb wird künftig sichtbarer und leichter vergleichbar mit nationalen und internationalen Qualifikationen. Zudem erhöht sich die internationale Mobilität der Fachkräfte. Eine Einstufung im NQR ermöglicht einen Vergleich mit anderen Ausbildungsabschlüssen. Dies soll die Berufsbildung aufwerten und Lehrberufe attraktiver machen. Die Einstufung der Meisterprüfung in das international vergleichbare System des NQR wird Meisterbetriebe insbesondere bei internationalen Aufträgen stärken.

» Weitere Infos:
www.gewerbeordnung-neu.at
www.WKO.at/tirol/wu

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