Wirtschaft optimistisch: Volle Auftragsbücher zum Jahresanfang

Eine gute Wirtschaftslage in allen Sparten, anziehende Investitionen und mehr Beschäftigung. Die Stimmung unter Tirols Top-Unternehmen war noch nie so gut: Der Geschäftsklimaindex klettert auf ein All-time-High.

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„Wir haben mit 65 Prozentpunkten ein All-time-high beim Geschäftsklimawert und die Stimmung unter den Unternehmen war noch nie so gut“, berichtet Jürgen Bodenseer, Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer heute anlässlich der traditionellen TOP-Tirol Konjunkturpressekonferenz. Mit 65 Punkten wurde sogar der Höchststand vom Sommer mit 61 Prozentpunkten noch einmal übertroffen. Für Bodenseer ebenfalls besonders erfreulich: die Zahl der Optimisten: 56 Prozent der befragten Leitbetriebe sind optimistisch, was die Wirtschaftsentwicklung für 2018 angeht; nur 0,3 Prozent sind mit den Aussichten nicht zufrieden. „Uns gehen in Tirol die Pessimisten aus“, hält Bodenseer mit einem Augenzwinkern fest.

Artenvielfalt in Tirol erhalten

Getragen wird die gute Lage insbesondere von der Industrie, der Verkehrs- und der Bauwirtschaft. Bodenseer dazu: „Unsere Struktur ist unser großer Vorteil: wir sind breit und gut aufgestellt, die Struktur ist ausgewogen und gut durchmischt, über alle Branchen und Unternehmensgrößen hinweg. Dieses breite Spektrum schafft Zuversicht. Das ist mein Wunsch für das neue Jahr: die Artenvielfalt in unserer Wirtschaft muss erhalten werden. Ich hoffe, dass wir den globalen Trend zur Zentralisierung und Groß schlägt Klein in Tirol ein wenig einbremsen können. Die Struktur in den Tälern und Regionen muss erhalten bleiben.“

Auf dem richtigen Weg sieht Präsident Bodenseer die neue Bundesregierung. „Das Programm ist sehr wirtschaftsfreundlich, der Wunschkatalog der Tiroler Wirtschaft findet sich darin zum größten Teil wieder.“ Das Staatsschiff steuert damit „in die richtige Richtung“.

Geschäftsklimawert 2018 Tirol

Grafik: WK Tirol

Wirtschaftsprognose 2018: Tirol wächst um 3 bis 3,5 Prozent

Alles in allem wird 2018 für Bodenseer ein Jahr „in dem es bergauf geht, in dem mehr investiert wird, in dem wir auf allen Gebieten gut aufgestellt sind, eine sehr gute Mit-arbeiterschaft haben und ein Jahr, das von Optimismus geprägt ist.“

In Zahlen ausgedrückt wird die Bruttowertschöpfung im neuen Jahr um 3 bis 3,5 Prozent steigen. „Das Wachstum wird damit wahrscheinlich etwas geringer ausfallen als 2017, wo wir von einem Plus von 3,5 Prozent ausgehen“, ergänzt Stefan Garbislander, Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung in der Tiroler Wirtschaftskammer und Autor des TOP-Tirol Konjunkturbarometers. Grund für den möglichen Rückgang: Das Auslaufen der Effekte der Steuerreform, die anziehende Inflation und das wahrscheinliche Abflauen des privaten Konsums (als Folge der kalten Progression).

Größtes Prognoserisiko ist dabei die internationale Wirtschaftsentwicklung: die stark steigenden Vermögenspreise erhöhen zunehmend das Risiko für Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten.

WK-Präsident Jürgen Bodenseer (r.) und Stefan Garbislander, Leiter Wirtschaftspolitik in der WK Tirol.

WK-Präsident Jürgen Bodenseer (r.) und Stefan Garbislander, Leiter Wirtschaftspolitik in der WK Tirol. Bild: WK Tirol.

 

Details aus dem TOP Tirol-Konjunkturbarometer

 

» Mehr Informationen:
Top Tirol Konjunkturbarometer 2017/18

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