Arbeitslosigkeit war zum Jahresausklang erneut rückläufig

Der Trend am Arbeitsmarkt hat auch im letzten Monat des Jahres 2017 angehalten: Die Zahl der Arbeitslosen ist weiter gesunken.

Inklusive AMS-Schulungsteilnehmern waren Ende Dezember 443.481 Personen auf Arbeitssuche, ein Rückgang von 5,9 Prozent. Nach nationaler Definition sank die Arbeitslosenquote um 0,9 Prozentpunkte auf 9,4 Prozent, gab das Sozialministerium am Dienstag bekannt.

Damit hat das Jahr 2017 dem Arbeitsmarkt nach fünf Jahren steigender Arbeitslosigkeit eine Trendwende gebracht. „Weiter steigende Stellenmeldungen sowie alle vorliegende Prognosen lassen einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit über das ganze heurige Jahr erwarten“, twitterte AMS-Chef Johannes Kopf am Dienstag. In allen Bundesländern, großen Branchen sowie bei jung und alt fänden sich rückläufige Vorgemerktenzahlen, so Kopf.

Zu den ersten Einschätzungen der Arbeitsmarktentwicklung 2018 meint der Tiroler AMS-Landesgeschäftsführer Anton Kern: „Dieser positive Trend wird sich auch im Jahr 2018 fortsetzen. Die Dynamik am heimischen Arbeitsmarkt bleibt weiterhin hoch und wird für steigende Beschäftigungszahlen und sinkende Arbeitslosigkeit – wenn auch etwas verhaltener als 2017 – sorgen. Wir rechnen mit einem Beschäftigungswachstum von rund 2,0 Prozent (+6.600 Personen) und einem Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Höhe von rund 6,4 Prozent (-1.300 Personen). Sollten unsere Prognosen stabil bleiben, wird sich dadurch die Arbeitslosenquote abermals verringern und für 2018 rund 5,4 Prozent betragen.“

Deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen

Die Zahl der gemeldeten, sofort verfügbaren, offenen Arbeitsplätze lag Ende Dezember mit 54.818 um 31 Prozent über dem Vorjahreswert. 64.740 Personen befanden sich in Schulungen durch das Arbeitsmarktservice, ein Plus von 6,6 Prozent. Einen deutlichen Anstieg gab es bei Ausländern in Schulungen (+20,8 Prozent) sowie Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten (+33,3 Prozent).

Besonders deutlich war der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen zwischen 15 und 24: In dieser Altersgruppe verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 17,2 Prozent. Die Zahl der Lehrstellensuchenden ist um 3,7 Prozent zurückgegangen, während der Bestand an gemeldeten offenen Lehrstellen um mehr als ein Viertel (26 Prozent) zugenommen hat. Dennoch stehen damit für 6.340 Suchende nur 4.273 betriebliche Lehrstellen, die dem AMS gemeldet wurden, zur Verfügung. Ein Überhang an freien Lehrplätzen besteht lediglich in Tirol, Salzburg und Oberösterreich.

Zwar hat sich die Zahl der Arbeitslosen auch bei den Älteren reduziert, allerdings nur um 2 Prozent. Schwieriger als für andere Gruppen, sich erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren, war es auch für Ausländer, Langzeitarbeitslose sowie behinderte Personen.

Männer (-8,3 Prozent) profitierten zum Jahresausklang etwas mehr von der Erholung am Arbeitsmarkt als Frauen (-6,8 Prozent), Inländer (-9,4 Prozent) mehr als Ausländer (-3,9 Prozent). Vor allem unter den über 50-Jährigen ist die Arbeitslosigkeit bei Männern stärker zurückgegangen als bei Frauen. (APA, AMS Tirol)

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