Stiegenhaushof: Edelbrände aus Schwendau

Liköre und Edelbrände in bester Qualität: Das wird auf dem Stiegenhaushof in Schwendau im Zillertal geboten. Seit mehr als zehn Jahren brennen Martin und Kathrin Fankhauser feinste Spirituosen.

Destillieren hat bei den Fankhausers Tradition: Das Ehepaar Martin und Kathrin betreiben bereits in vierter Generation den Stiegenhaushof, dessen Name sich vom Beruf des Urgroßvaters ableitet. Dieser baute seinerzeit Treppenhäuser in den umliegenden Häusern, doch schon damals wurden in einer kleinen Brennerei am Hof Edelbrände hergestellt. Diese blieb über die Generationen bestehen und wurde schließlich 2005 von Martin übernommen und ausgebaut.
Fünf Jahre später kam dann der große Durchbruch. „In diesem Jahr war das Thema ,Heu‘ ganz groß im Kommen. Da ist mir die Idee mit dem Heuschnaps gekommen“, erzählt Schnapsbrenner Martin Fankhauser. Der Name trügt, denn eigentlich handelt es sich dabei um eine „Bergheu-Apfel-Himbeer-Spirituose“. Nichtsdestotrotz hat es funktioniert und 2012 konnten Martin und Kathrin ihr Hobby zum Beruf machen.

Heute bieten sie auf ihrem Stiegenhaushof 40 verschiedene Schnäpse an. „Klein, fein, mein – das ist unser Motto“, erklärt Martin: „Die Zusammenarbeit mit regionalen Bauern ist uns sehr wichtig.“ Deshalb kommen auch nur erlesene Zutaten in die Edelbrände. Von Zucker und anderen künstlichen Zusätzen keine Spur. Bis der Brand genießbar ist, dauert es aber eine Weile. Vom Apfel zur Flasche sind es zirka vier Wochen. „Richtig gut ist der Edelbrand aber erst, wenn er ein bis zwei Jahre gelagert war. Dann wird er runder, milder und liegt besser auf der Zunge“, weiß der Experte.

Trinkkultur und Ambiente am Stiegenhaushof

Sein Fachwissen gibt er auch an die Gäste weiter. Bis zu 14.000 davon finden jährlich den Weg zum Stiegenhaushof. Bei den Führungen können sie die Brennereien bestaunen – und das Gebrannte natürlich auch verkosten. Für Martin ist die Trinkkultur sehr wichtig: „Ein Schnapsl auf Ex kippen, das schmeckt nicht. Man muss zuerst riechen, dann einen kleinen Schluck nehmen und anschließend genießen.“ Wie beim Wein gibt es auch bei Hochprozentigem für jedes Essen den richtigen Likör.

Begonnen hat alles mit einer kleinen Bauerndestillerie. Martin war nämlich früher Milchbauer. Dort wo der Kuhstall war, steht heute allerdings eine moderne Schaubrennerei. Schafbauer ist er allerdings nach wie vor. Doch seine große Leidenschaft bleibt die Schnapsbrennerei. Dementsprechend ist auch die Schaudestillerie gestaltet. Geschmackvoll und stilvoll von Martin persönlich eingerichtet, bietet sie ein gemütliches Ambiente für Degustationen. Zwischen den Edelbränden, Likören und Auszeichnungen finden sich besondere Hingucker, wie zum Beispiel ein Kronleuchter oder zwei Samtsessel. Das größte Highlight ist aber ein Fenster. Blickt man nämlich durch, hat man freie Sicht auf den angrenzenden Schafstall. „Die Kinder lieben es. Das ist für unsere Gäste etwas ganz Besonderes“, strahlt Martin. Mit seinen Ideen und seiner Kreativität hat er sich mittlerweile durchaus einen Namen verschafft. Martin weiß, wie wichtig Marketing ist: „Gute Edelbrände haben viele, aber sie müssen eben auch vermarktet werden.“ Dass es funktioniert, beweisen die zahlreichen Auszeichnungen, die er für seine Arbeit erhalten hat.

»Weitere Informationen: Zillertaler Edelbrand – Stiegenhaushof

Galerie:
Nach den Umbauarbeiten und der gelungenen Verwandlung vom Kuhstall zur Schaubrennerei finden seit dem Frühjahr 2012 im Stiegenhaushof sowohl die Brennerei wie auch die daraus entstandenen edlen Tropfen ein neues Zuhause.
Natürlich steht die Schaubrennerei für eine Besichtigung zur Verfügung.
Gebrannt wurden in der zugebauten Brennerei Edelbrände aus Äpfel, Birnen und Zwetschken aus dem eigenen Garten sowie der Meisterwurz, dessen Hauptingredienz seit jeher auf den Almen des Ahorn ausgegraben wurde.
Hausherr und Braumeister Martin Fankhauser
Durch ein besonderes Verfahren werden aus reifen und aromatischen Früchten, sämtliche Edelbrände ohne Zuckerzusatz und ohne Aromastoffe, aber auch Liköre hergestellt.
Mit über 100 ausgezeichneten Bränden und Likören konnte sich Martin sich im Jahre 2014 mit dem World Class Destillery auszeichnen.
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