Wirtschaft und Beschäftigung in ganz Österreich gewachsen

Wirtschaft, Beschäftigung und Einkommen sind im Vorjahr in allen Bundesländern gewachsen, gab die Statistik Austria am Mittwoch bekannt. Das stärkste Wirtschaftswachstum gab es in Salzburg, gefolgt von Tirol.

Salzburg wies erstmals auch das höchste Bruttoregionalprodukt (BRP) je Einwohner auf, Wien lag auf Rang zwei. Die höchsten Pro-Kopf-Einkommen hatten erneut die Vorarlberger.

In Tirol seien auch Beschäftigung und Einkommen besonders stark gewachsen, erläuterte Statistik-Austria-Generaldirektor Konrad Pesendorfer am Mittwoch. In Wien legten Wirtschaft und Beschäftigung überdurchschnittlich zu. Die geringsten Pro-Kopf-Einkommen gab es Wien und Kärnten.

Für die Einkommenssituation ist der Wohnort ausschlaggebend, für das BRP der Arbeitsort. Wien habe aber in vielerlei Hinsicht eine Sonderstellung, so Pesendorfer. Er verwies auf ein überdurchschnittlich starkes Bevölkerungs- und Beschäftigungswachstum sowie hohe Pendlerzahlen. Für Österreich seien heuer die Wachstumsergebnisse sehr positiv und auch die Prognosen für 2017 und 2018 zeigten nach oben, was einen weiteren Aufschwung vermuten lasse.

Das verfügbare Einkommen pro Kopf lag in Vorarlberg bei 24.200 Euro. Auf Rang zwei waren die Niederösterreicher mit 24.000 Euro, gefolgt von den Salzburgern (23.600 Euro). Die Oberösterreicher lagen im Österreich-Durchschnitt von 23.000 Euro. Die geringsten Einkommen hatten weiterhin Wiener und Kärntner mit je 22.300 Euro.

Tirol hat die stärkste nominelle Wachstumrate beim Einkommen

Die stärkste nominelle Wachstumsrate beim Einkommen wies Tirol (plus 4,5 Prozent) auf, die schwächste das Burgenland (plus 2,8 Prozent). Über dem Österreich-Durchschnitt von plus 3,9 Prozent wuchsen die Einkommen auch in Niederösterreich (plus 4,3 Prozent), Wien und Vorarlberg (je plus 4,2 Prozent) sowie Salzburg (plus 4,1 Prozent). Oberösterreich lag im Durchschnitt. Seit 2005 sind die verfügbaren Einkommen je Einwohner laut Statistik Austria in allen Bundesländern kontinuierlich gestiegen, dabei gab es unterdurchschnittliche Zuwächse in den letzten Jahren vor allem in Wien.

Das stärkste reale Wirtschaftswachstum verzeichnete Salzburg mit plus 2,5 Prozent, gefolgt von Tirol (1,8 Prozent).
Überdurchschnittliche Wachstumsimpulse kamen in beiden Bundesländern von Handel und Tourismus. Auf Rang drei lag Kärnten (plus 1,7 Prozent).

In Wien sind Wirtschaft und Beschäftigung mit je 1,6 Prozent über dem landesweiten Durchschnitt (je 1,5 Prozent) gewachsen. Pesendorfer verwies auf das Auseinanderklaffen von Wohn- und Arbeitsort. Es gebe rund 260.000 Pendler, deren Einkommen sich beispielsweise in Niederösterreich oder im Burgenland niederschlagen. Wien sei auch eine Ausbildungsstadt, Studenten verdienten wenig. Eine Rolle spielten auch das überdurchschnittlich hohe Bevölkerungswachstum und die relativ hohe Arbeitslosigkeit. Die Zahl der Jobs stieg in Wien um 16.500, österreichweit war es ein Plus von 67.900. Wachstumsimpulse kamen in Wien aus dem Dienstleistungs- und Produktionssektor.

Salzburg führt beim BRP pro Kopf vor Vorarlberg und Tirol

Beim BRP pro Kopf lag Salzburg mit 48.700 Euro knapp vor dem bisherigen Spitzenreiter Wien (48.600 Euro). Über dem Durchschnitt von 40.400 Euro lagen auch Vorarlberg (44.700 Euro), Tirol (43.700) und Oberösterreich (41.100 Euro). Die Steiermark wies ein BRP pro Einwohner von 35.800 Euro auf, Kärnten von 34.300 Euro und Niederösterreich von 33.100 Euro. Schlusslicht war das Burgenland mit 28.800 Euro.

Den stärksten Beschäftigungszuwachs verzeichnete Tirol (+2,0 Prozent), den geringsten Kärnten (+0,8 Prozent). Rund drei Viertel des Beschäftigungszuwachses kamen landesweit aus dem Dienstleistungssektor.

Die Region (NUTS 3) mit der stärksten Wirtschaftskraft war 2015 Salzburg-Umgebung mit einem BRP je Einwohner von 51.700 Euro, gefolgt von Linz-Wels (50.600 Euro). Am unteren Ende der Skala lagen das Weinviertel (21.100 Euro) und das Mittelburgenland (23.500 Euro). Es zeigten sich das typische West-Ost-Gefälle sowie das klassische Stadt-Land-Gefälle, so Statistik-Austria-Expertin Kerstin Gruber. (APA)

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