Neuer OECD-Bericht: Wachstumsprognosen besser als im Juni

Der aktuelle OECD-Bericht ist um einiges positiver als jener im Juni. So hat die Industriestaaten-Organisation die Wachstumsprognose für Österreich deutlich angehoben. Hatte man im Juni noch 2,2 Prozent gerechnet, soll es jetzt ein Plus von 3 Prozent geben. Auch der Anstieg in den kommenden Jahren wird jetzt stärker prognostiziert.

Grund für die Wachstumsdynamik sieht die OECD in einem „günstigen Zusammenspiel internationaler und nationaler Einflussfaktoren.“ Sowohl Exporte und Investitionen als auch der private Konsum erholen sich langsam wieder und steigen aufgrund der sich aufhellenden Konjunktur. Nichtsdestotrotz sei die Inflation immer noch höher als in anderen Ländern des Euroraums. Dafür verantwortlich zeigen sich Sektoren, die nicht im internationalen Wettbewerb stehen.

Kritik für Digitalisierung

Bergauf soll es auch am Arbeitsmarkt gehen. Die OECD erwartet eine sinkende Arbeitslosigkeit und eine steigende Erwerbsbeteiligung, auch von Frauen und älteren Menschen. Kritik gibt es von der OECD für die geringe Wohnungsmobilität, die durch wohnsitzabhängige Sozialleistungen noch gebremst wird. Außerdem würden im ländlichen Raum Ganztagsschulen und Kinderbetreuungseinrichtungen fehlen, was Frauen an der Berufstätigkeit hindere. Eine weitere Anregung geht in Richtung Digitalisierung, die in Österreich langsamer als in den „diesbezüglich fortgeschrittensten Ländern“ vorangeht.

Obwohl auch die Weltwirtschaft deutlich wächst, bleiben Experten zurückhaltend. „Die Konjunkturaufhellung ist zwar erfreulich, bleibt aber verhalten im Vergleich zu vergangenen Aufschwungphasen“, heißt es im OECD-Bericht. Noch seien viele Nachwirkungen der Finanzkrise zu spüren, für ein anhaltend starkes Wachstum seien kräftigere Investitionen nötig.

Allerdings dürfte die Eurozone mit dem Wirtschaftswachstum in diesem Jahr die USA hinter sich lassen. Sicher ist es nicht, denn die politische Unsicherheit ist aufgrund der laufenden Brexit-Verhandlungen nach wie vor hoch und könnte erhebliche Auswirkungen auf das Wachstum haben.

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