Kleinunternehmen brauchen besondere Zuwendung

Neunzig Prozent aller Unternehmen in Tirol sind kleine Betriebe bis neun Mitarbeiter. Es gibt einige Bereiche, wo Kleinunternehmen besondere Unterstützung brauchen – und bei denen sich leicht Verbesserungen erreichen lassen. 

„Wenn die Politik will, lässt sich mit hoher Treffsicherheit ein großer positiver Effekt erzielen“, erklärt WK-Präsident Jürgen Bodenseer. Zu den wichtigsten Themen für Kleinunternehmen zählen Investitionen, flexible Arbeitszeiten und steuerliche Vereinfachungen.

Warum Investitionen?

Weil das letzte WK-Konjukturbarometer deutlich zeigt, dass die Investitionsbereitschaft zwar bei Großbetrieben wieder anzieht, aber die Kleinen immer noch zögern, für neue Anlagen, Prozesse und Produkte Geld in die Hand zu nehmen. „Das lässt sich mit Investitionsanreizen beheben. Gerade kleine und mittlere Betriebe (KMU) brauchen Impulse wie eine vorzeitige Abschreibung oder die Fortsetzung der Investitionszuwachsprämie“, fordert der WK-Präsident.

Warum flexible Arbeitszeiten?

Weil diese in größeren Betrieben mit einer Betriebsratsvereinbarung in der Praxis leichter umzusetzen sind als in kleinen Firmen. Aber gerade von diesen wird als Vorleister und Zulieferer verlangt, Auftragsspitzen kurzfristig abzudecken. Das ist nicht der Normalzustand – aber sinnvoll, wenn es gilt, Engpässe zu vermeiden. „Der Widerstand der Arbeitnehmerseite bei den flexiblen Arbeitszeiten schadet der Wettbewerbsfähigkeit und gefährdet daher Arbeitsplätze“, so Bodenseer.

Warum Steuern und Abrechnungen?

Weil Kleinunternehmen mit dem hochkomplizierten Steuerrecht kaum mehr umgehen können und viel Zeit und Energie in diesen Bereich stecken müssen. Für bäuerliche Betriebe gibt es viele Vereinfachungen und Pauschalierungen. „Das brauchen die heimischen Kleinstbetriebe unbedingt auch, damit unsere Täler im wahrsten Sinne des Wortes „bewirtschaftet“ und damit bewohnt bleiben“, fordert der WK-Präsident.

„Kleinbetriebe sind ein wesentlicher Bestandteil der Tiroler Wirtschaft und machen im Mix mit den Mittelständlern und den Leitbetrieben die besondere Stabilität des Standortes aus. Es ist mehr als sinnvoll, diesem Sektor besondere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und mit wenigen, aber treffsicheren Maßnahmen Firmen und Jobs zu sichern“, fordert der WKPräsident.

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