Arbeitslosigkeit sinkt in Tirol am stärksten

Die Arbeitslosenzahlen in Österreich sinken weiter, den stärksten Rückgang gibt es mit über elf Prozent in Tirol. Auch Langzeitarbeitslose und über 50-Jährige profitieren.

Ende Juli gab es in Österreich 307.191 vorgemerkte Arbeitslose, das waren um 4,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Schulungsteilnehmer beim Arbeitsmarktservice (AMS) stieg hingegen um 8,2 Prozent auf 63.195 Personen, wie das Sozialministerium am Dienstag in einer Aussendung mitteilte. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition sank – nach einem Rekordhoch im Herbst 2016 – weiter um 0,5 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent.

Arbeitslosigkeit in Tirol auf 4,1 Prozent gesunken

Auch das AMS Tirol spricht in einer Aussendung von einer positiven Entwicklung des heimischen Arbeitsmarktes. Mit Stichtag 31. Juli waren in Tirol 14.526 Personen als arbeitslos gemeldet, das sind um 1.844 weniger als im Vorjahr (-11,3 Prozent), die Arbeitslosenquote sank auf 4,1 Prozent. „Tirol verzeichnet mit einem Minus von 11,3 Prozent erneut den relativ stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit österreichweit. Entsprechend stark ging die Arbeitslosenquote im Jahresvergleich um 0,6 Prozent-Punkte zurück. Alle Branchen und alle Bezirke bauen Arbeitslosigkeit ab, alle Altersgruppen profitieren, auch die Älteren und die Langzeitarbeitslosen“, so AMS Tirol Chef Anton Kern.

Beschäftigungsplus und mehr offene Stellen

Auch die Zahl der Beschäftigten mit einem Plus von 6.000 nehmen auf einem hohen Niveau weiter zu – ein Hinweis darauf, dass die Tiroler Wirtschaft brummt, so Kern. Das AMS spricht von einem prognostizierten Stand von 337.000 unselbstständig Beschäftigten per Ende Juli.

Österreichweit schnellten die gemeldeten offenen Stellen um 48,5 Prozent auf 65.038 nach oben, die Zahl der unselbstständig Beschäftigten stieg per Ende Juli laut einer vorläufigen Prognose um 68.000 Personen (+1,8 Prozent) auf 3,728 Millionen. Trotz guter Wirtschaftskonjunktur verfestigten sich österreichweit die Langzeitarbeitslosigkeit und die Arbeitslosigkeit bei Personen über 50 Jahren, während Junge deutlich leichter eine Stelle fänden, heißt es in der Aussendung des Sozialminisertiums.

Trendumkehr bei Arbeitslosigkeit über 50

Bei den Langzeitarbeitslosen, die länger als 1 Jahr als arbeitslos vorgemerkt sind, ist in Tirol per Ende Juli ein Rückgang um -7,4 Prozent zu verzeichnen. Die Zahl der sechs Monate und länger Vorgemerkten ging um -13,5 Prozent auf 3.537 zurück. Auch nach Altersgruppen betrachtet, ist die Arbeitslosigkeit bei allen Altersgruppen, entgegen dem Bundestrend, gesunken. Speziell bei der Gruppe der über 50-Jährigen, welche in der Vergangenheit besonders von steigender Arbeitslosigkeit betroffen waren, zeichnet sich in Tirol mit einem Rückgang um 2,7 Prozent eine leichte Entspannung ab.
(APA, AMS Tirol)

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