Gewerbe und Handwerk spürt leichten Aufwind

Relativ solide ist das Tiroler Gewerbe und Handwerk in das Jahr 2016 gestartet. Wie die nun vorliegenden Konjunkturzahlen zeigen, konnten die Betriebe im 1. Quartal 2016 ihre Umsätze steigern. Auch wenn das Plus zum Vorjahr nur 0,7 Prozent beträgt, erging es den Betrieben hierzulande weit besser als im Rest Österreichs, wo die Branche Rückgänge von 1,4 Prozent hinnehmen musste.

Auch die vergangenen drei Monate haben die Gewerbe- und Handwerksbetriebe relativ krisensicher gemeistert − die meisten Betriebe beurteilen die Geschäftslage von April bis Juni als saisonüblich, im Vergleich zum Vorquartal wie auch zum Vorjahr hat sich das Stimmungsbarometer − wenn auch um wenige Prozentpunkte − verschlechtert.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt: In den investitionsgüternahen Branchen ist der durchschnittliche Auftragsbestand von April bis Juni im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent gestiegen, in konsumnahen Branchen konnte ein Viertel der Betriebe seine Umsätze steigern, nur 13 Prozent meldeten Rückgänge. Die Situation ist demnach besser als im Vergleichszeitraum 2015.

Für Georg Steixner, Obmann des Tiroler Gewerbe und Handwerks, ist das Stimmungsbarometer Ergebnis der aktuellen Politik: „Die Betriebe konnten sich halbwegs über Wasser halten, den Umsatz minimal steigern. In der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage zeigt sich jedoch: Die Tiroler Gewerbe- und Handwerksbetriebe kämpfen mit stagnierender Nachfrage und auch mit anderen Problemen, z.B. dass sie zu wenige Lehrlinge finden“, so Steixner.

Optimistisch ins zweite Halbjahr

Die aktuelle Konjunktur stimmt die Tiroler Gewerbe- und Handwerksbetriebe jedoch optimistischer als noch vor einem Jahr. Für die kommenden Monate rechnet jeder fünfte Betrieb mit steigenden Umsätzen bzw. Auftragseingängen. Nur rund zwölf Prozent (Vorjahr 17 Prozent) erwarten Rückgänge.

Die erhoffte Verbesserung der konjunkturellen Lage wirkt sich auch auf den Personalbedarf aus. Rund ein Fünftel der Betriebe will den Beschäftigtenstand erhöhen, im Durchschnitt ergibt sich eine geplante Erhöhung von 3,9 Prozent.

Gute Aussichten, könnte man meinen. Steixner dämpft jedoch die Erwartungen: „Der vorhandene Optimismus zeigt, dass Reformen auf Bundesebene sehnsüchtig erwartet werden. Umso wichtiger ist es, dass Maßnahmen folgen, die Aufträge bringen. Die im Frühjahr beschlossene Verlängerung des Handwerkerbonus ist ein richtiger Schritt, weitere Impulse sind jedoch dringend notwendig.“

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