Pitztal-Sölden: Zusammenschluss der Skigebiete eingereicht

Für den Zusammenschluss der Skigebiete Pitztaler Gletscher und Sölden liegt nun ein konkretes Projekt vor, das bereits zur Umweltverträglichkeits-Prüfung eingereicht wurde. Die Vision eines skitechnischen Zusammenschlusses von Ötztal und Pitztal ist ein lange gehegter Wunsch und soll zur Aufwertung beider Regionen beitragen.

Realisiert werden soll die Verbindung durch die Erweiterung des Skigebietes Pitztaler Gletscher innerhalb der bestehenden Skigebietsgrenzen rund um den Linken Fernerkogl. Dieser Bereich ist bereits seit 2005 durch eine Widmung der Tiroler Raumordnung zur Erweiterung freigegeben und liegt unmittelbar zwischen den bestehenden Anlagen der beiden Skigebiete.

Eckdaten zum Zusammenschluss Pitztal & Sölden:

Für den Zusammenschluss ist die Errichtung zweier Einseilumlaufbahnen mit 10er Gondeln, einer 3S-Bahn, eines neuen Skizentrums, eines Skitunnels sowie die Präparierung von Pisten mit einer Gesamtfläche von ca. 64 ha geplant. Das vom Architekturbüro „Baumschlager Hutter Partners“ konzipierte Skizentrum unterhalb des Karlesferner soll als neue Schnittstelle im Osten des erweiterten Skigebietes Pitztaler Gletscher fungieren. Das Gebäude fügt sich harmonisch in die Umgebung ein. Eine neue 3S-Bahn (Fernerkogl I) ist als Zubringer aus dem Tal in das neue Skizentrum vorgesehen.

Ca. 95 Prozent der 64 ha Pisten befinden sich in der Projektplanung auf bestehenden Gletscherflächen innerhalb der vorgesehenen Skigebietsgrenzen. Somit bräuchte es hierfür keine Pistenbaumaßnahmen. Ca. fünf Prozent der gesamten Pisten wären neue Skiwege. Darüber hinaus ist ein Skitunnel im Bereich des Rettenbachferners geplant, um von Ötztaler Seite ins Skigebiet Pitztaler Gletscher zu gelangen.

Die Investitionskosten liegen bei ca 120 Mio. Euro. Rund 90 Prozent davon haben die Pitztaler Gletscherbahn GmbH & Co KG zu tragen. Zehn Prozent entfallen auf die Ötztaler Gletscherbahn Ges.m.b.H. & Co.KG. Die Bauzeit würde rund vier Jahre betragen. Für die Gesamtplanung zeichnet das international tätige Unternehmen ILF Consulting Engineers mit Sitz in Rum bei Innsbruck verantwortlich.

Skigebiets-Verbindung bringt Aufschwung für beide Täler

„Mit dem Zusammenschluss des Pitztaler Gletschers mit Sölden können wir ein neues und attraktives Angebot schaffen, das große Chancen und Synergien bietet und zu einer touristischen und wirtschaftlichen Aufwertung beider Täler führen wird“, betonen Hans Rubatscher, Geschäftsführer der Pitztaler Gletscherbahn, und Jakob Falkner, Geschäftsführer der Bergbahnen Sölden.

Rubatscher sieht besonders für das Pitztal neue Impulse und großes Entwicklungspotenzial. Die Nächtigungszahlen im Pitztal stagnieren, bei einigen Betrieben sind sie sogar rückläufig. „Das Pitztal ist ein strukturschwaches Tal und von Abwanderung bedroht: Umso wichtiger ist es, Maßnahmen zu setzen, um diesem Trend entgegenzuwirken und den Betrieben, aber vor allem auch Jungen im Tal neue Perspektiven zu geben.“

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